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Was ist die DNA von Spiez?

Die Arealentwicklung rund um den Bahnhof Spiez wird weichenstellend sein in der Entwicklung der Gemeindeals Wirtschaftsstandort. 120 Anwesende am KMU-Treffen erfuhren Neues zur Wirtschaftsstrategie.

Am KMU-Treffen im Hotel Deltapark (v.l.): Remo Daguati (LOC AG), Jolanda Küng (Spiez Marketing AG), Adrian Klossner (Präsident Gewerbeverband Spiez), Gemeindepräsidentin Jolanda Brunner, Stefan Zöllig (TS3 AG), Urs Guggenbühl (Be-advanced AG) und Stefan Seger (Leiter Spiez Marketing AG).
Am KMU-Treffen im Hotel Deltapark (v.l.): Remo Daguati (LOC AG), Jolanda Küng (Spiez Marketing AG), Adrian Klossner (Präsident Gewerbeverband Spiez), Gemeindepräsidentin Jolanda Brunner, Stefan Zöllig (TS3 AG), Urs Guggenbühl (Be-advanced AG) und Stefan Seger (Leiter Spiez Marketing AG).
PD

Spiez erarbeitet aktuell eine Strategie Wirtschaft 2025, damit die Gemeinde ihre Position zwischen Thun und Interlaken und den angrenzenden Tälern Kander- und Simmental findet. Entwicklungen wie die Investitionen der Lonza in Visp, die Ansiedlung der Empa in Thun und die Festigung der Technologieachse Thun-Bern-Biel bieten für Spiez neue Chancen.

Was ist die DNA von Spiez? Wo warten Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten? Remo Daguati gibt als Mandatsbeauftragter für die Strategieerarbeitung Einblicke in seine Arbeit und die ersten Folgerungen. Es sei unbestritten: «Bahnhofsnahe Standorte erleben eine Renaissance.»

Die Arealentwicklung rund um den Bahnhof Spiez werde weichenstellend sein in der Entwicklung als Wirtschaftsstandort, ­sagte er. Spiez sei bislang stark bekannt als Wohn- und Tourismusstandort. Mit der erneuten Erfolgsmeldung im Logiernächtebereich (siehe Kasten) werde das nochmals verstärkt.

«Das verarbeitende Gewerbe leistet zentralen Beitrag»

Zu oft unterschätzt wird laut Daguati aber das verarbeitende Gewerbe. «Es leistet einen mehr als zentralen Beitrag an die Wertschöpfung in Spiez. Doch Gewerbe- und Industrieflächen sind knapp.»

Und nicht zuletzt werde auch Spiez wie wohl das ganze Oberland die Bevölkerungsabwanderung und den Fachkräftemangel zu spüren bekommen. «Spiez muss sich alles andere als verstecken! Die Ausgangslage ist vielversprechend», sagte Remo Daguati.

«Bahnhofsnahe Standorte erleben eine Renaissance.»

Remo Daguati Mandatsbeauftragterfür die Strategieerarbeitung

Bereits heute engagiert sich die Gemeinde Spiez zur Förderung der ansässigen Betriebe. Gemeindepräsidentin Jolanda Brunner präsentierte die für das Gewerbe wichtigsten Projekte. Die Testplanung «Zentrum Spiez» wird ein Meilenstein in der Arealentwicklung.

Das Gewerbeland Lattigen wird von mehreren Betrieben gemeinsam entwickelt. Federführend im Projekt ist die Firma Kandahar Schuhmanufaktur AG aus Thun. Eine weitere Fläche in der Entwicklung ist das Gewerbeland Angolder bei der Autobahnausfahrt Spiez. Und die Labelprüfung der Gemeinde zur «Fair Trade Town» soll auch zur Findung einer DNA, hier im Bereich der Nachhaltigkeit, bei­tragen.

Neue Möglichkeiten eröffnen sich für den Holzbau

Stefan Zöllig, Geschäftsführer und Mitinhaber von TS3, orientierte über die neuartige Timber-Structures-3.0-Technologie, kurz TS3. Diese verklebt Holzbauteile unter anderem stirnseitig. Damit lassen sich beliebig lange Träger und Platten herstellen, womit sich für den Holzbau neue Möglichkeiten eröffnen.

Die neu gegründete Firma steckt noch in den Kinderschuhen und wird von Be-advanced, der kantonalen Förderstelle, begleitet. Stefan Zöllig und Urs Guggenbühl von der Be-advanced AG verdeutlichten den ansässigen KMU-Betrieben die Vorteile und Möglichkeiten der Innovation und wie diese mithilfe der staatlichen Förderung in die Tat umgesetzt werden können.

Das KMU-Treffen Spiez – jährlich von der Gemeinde Spiez, dem Gewerbeverband Spiez und der Spiez Marketing AG durchgeführt – bezweckt die gezielte Vernetzung von Politik und Wirtschaft und will den Wirtschaftsstandort Spiez stärken.

(sp)

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