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Warten auf den Kindergarten

Die Gemeinde Spiez hätte bereits im Sommer mit dem Bau des Doppelkindergartens beginnen wollen. Während die umstrittene Parkplatzfrage gelöst werden konnte, ist eine Einsprache zur Schulwegsicherheit weiter hängig.

Hier ist der neue Einiger Doppelkindergarten westseitig des Schulhauses Roggern vorgesehen.
Hier ist der neue Einiger Doppelkindergarten westseitig des Schulhauses Roggern vorgesehen.
Jürg Spielmann

«Von der Planung her ist es suboptimal.» Daniel Wyss sagt dies, um im nächsten Atemzug aber sogleich anzufügen: «Es ist nun halt so, wie es ist.»Und so ist es: Eine unerledigte Einsprache blockiert das Vorhaben der Gemeinde Spiez.

Dieses sieht westseitig der Einiger Schule Roggern den Bau eines Doppelkindergartens mit Tagesschul- und Mehrzweckraum vor. Den nötigen Verpflichtungskredit über 2,314 Millionen Franken hatte nach dem Grossen Gemeinderat längst auch das Spiezer Stimmvolk an der Urne gesprochen.

Aus 2 wurden 4 Einsprachen

Daniel Wyss, der Dienstchef Liegenschaften der Gemeinde, erklärt zur Sachlage: «Nach Verhandlungen vor Ort im August konnten die drei Einsprachen zu den Parkplätzen bereinigt werden. Die hängige Einsprache betrifft die Schulwegsicherheit auf der Einiger Höhestrasse.»

Letztere wurde von einer Anwohnerpartei während der Projektauflage im Frühling bemängelt. Damals liess sich Wyss in dieser Zeitung dahingehend zitieren, dass «eine generelle Schulwegsicherung auf der Höhestrasse im Rahmen der geplanten Wohnüberbauung Roggern vorgesehen ist».

Zum Thema hat die Kantonspolizei Bern in der Zwischenzeit einen Fachbericht erarbeitet. Dieser liegt derzeit zur Stellungnahme bei der Einsprecherpartei. Wie es in dieser Frage weitergeht, ist heute offen – und damit auch der weitere Fahrplan.

Wie liess sich die einst umstrittene Parkplatzsituation entwirren? Während der Projektauflage hatte eine Einsprache mehr Parkplätze beim Roggern-Schulhaus gefordert. Die Gemeinde ging darauf über die Bücher und publizierte ein nachträgliches Baugesuch, das vier zusätzliche Plätze auf dem Pausenplatz der Schule, im hinteren Bereich des Hartplatzes, vorsah.

Das wiederum rief zwei weitere Einsprecher auf den Plan. «Die Lösung ist nun, dass beim bestehenden Parkplatz der Schule eine weitere, behindertengerechte Parkmöglichkeit entsteht», so Wyss. Ergänzend dazu sind nach Bauabschluss beim Kindergarten zwei zusätzliche Parkplätze vorge­sehen. Diese werden realisiert, wenn einst die Rampe zur Erschliessung der Wohnüberbauung Roggern gebaut wird.

Zeichen stehen auf «go»

Ein zeitliches Programm lasse sich erst dann skizzieren, erklärt der Spiezer Liegenschaftschef, wenn eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt, die nicht binnen 30 Tagen angefochten wird. Die Planung selbst ist heute bereits weit fortgeschritten. Die Submission ist grösstenteils erledigt – nota­bene ohne bestätigte Termine.

«Die Offerten sind im Haus, aber noch nicht vergeben», sagt Wyss dazu. Und auch wenn er sich nicht auf einen Termin festlegen will, meint er: «Wenn die weiteren Verhandlungen nun schlank verlaufen, ist es das Ziel, nächsten Frühling die Bagger beim Roggern-Schulhaus auffahren zu lassen.»

Die Bauphase für den Doppelkindergarten, der im Elementbau aus möglichst einheimischem Holz erstellt werden soll, wird auf knapp ein Jahr geschätzt. Somit ist auch klar, dass nicht wie ursprünglich angestrebt ab dem Schuljahr 2018/2019 in den neuen Räumen unterrichtet werden wird.

Das alte Schulhaus im Dorf Einigen, dessen Zukunft in den Sternen steht, wird damit noch etwas länger von Kindergartenkindern besucht.

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