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V-Projekt: Komitee verlangt den «Plan B»

Umweltschutzverbände bringen beim Eigerexpress nochmals die Streckenführung via Arvengarten ins Spiel. Bei den Jungfraubahnen zeigt man sich erstaunt.

Mit der Erteilung der Überfahrtsrechte  für den Eiger-Express durch die Bergschaft Wärgistal nimmt das Grossprojekt eine grosse Hürde. Der Terminal in Grindelwald Grund bleibt allerdings ein Diskussionsthema. Der Grundbesitzer weigert sich weiterhin, sein Land zu verkaufen.
Mit der Erteilung der Überfahrtsrechte für den Eiger-Express durch die Bergschaft Wärgistal nimmt das Grossprojekt eine grosse Hürde. Der Terminal in Grindelwald Grund bleibt allerdings ein Diskussionsthema. Der Grundbesitzer weigert sich weiterhin, sein Land zu verkaufen.
Visualisierung/zvg
Wird das V-Projekt realisiert, könnte es in Grindelwald-Grund so aussehen. Die neue Männlichenbahn (links) und der daneben liegende Eiger-Express mit Parkhaus.
Wird das V-Projekt realisiert, könnte es in Grindelwald-Grund so aussehen. Die neue Männlichenbahn (links) und der daneben liegende Eiger-Express mit Parkhaus.
Bildmontage zvg
Die Männlichenbahn schafft den Ansturm an schönen Skitagen oftmals nicht mehr, dann reicht die Schlange bis auf den Parkplatz hinaus.
Die Männlichenbahn schafft den Ansturm an schönen Skitagen oftmals nicht mehr, dann reicht die Schlange bis auf den Parkplatz hinaus.
Fritz Lehmann
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«Der Eigerexpress, Kernstück des V-Bahn-Projektes der Jungfraubahn Holding, zerstört die Ansicht auf die wohl berühmteste Nordwand der Welt.»

Dies ist in einem offenen Brief zu lesen, den die Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness sowie die Scheidegg-Hotels an die Verantwort­lichen der Jungfraubahn richten. Unterschrieben wird der Brief von 17 Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur – der bekannteste Name darunter ist der Künstler Franz Hohler.

Katharina Conradin, Geschäftsführerin von Mountain Wilderness, moniert, dass der «Expresstourismus» vor allem den Tagestourismus fördere und der Region als Ganzem wenig bringe.

Kein Nutzen für die Region

Aus diesem Grund fordern die Unterzeichnenden von den Jungfraubahnen, nochmals die alternative Linienführung über den Arvengarten in Betracht zu ziehen. Diesen «Plan B» hatte im letzten Herbst bereits die Stiftung Landschaftsschutz angedacht.

Wie Katharina Conradin auf Anfrage sagt, hat Mountain Wilderness – im Gegensatz zur Stiftung Landschaftsschutz und Pro Natura – keinen Einspruch gegen das Plangenehmigungsverfahren für den Eigerexpress erhoben. Die Frist lief gestern ab.

Patrizia Bickel, Sprecherin der Jungfraubahnen, zeigt sich erstaunt über die Medienmitteilung, «zumal wir laufend in konstruktivem Dialog mit den Scheidegg-Hotels standen und mehrmals über die Variantenabwägung gesprochen hatten».

Die Variante via Arvengarten habe man auch prüfen lassen. «Der Grundlagenbericht Interessenabwägung kommt zum Schluss, dass die Variante V-Bahn die einzig valable Variante ist.» Dieser Bericht wurde bereits 2014 erstellt, war Bestandteil des ENHK-Gutachtens und wurde beim Plangenehmigungsverfahren eingereicht, das im letzten Monat auflag.

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