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Vorläufig keine Senkung der Liegenschaftssteuern

Im Gegensatz zu den beiden anderen Gemeinden des Saanenlandes wartet Gsteig mit der Senkung der Liegenschaftssteuern ab und erteilt der BDG eine Abfuhr.

Noch sollen die Liegenschaftssteuern in Gsteig nicht gesenkt werden.
Noch sollen die Liegenschaftssteuern in Gsteig nicht gesenkt werden.
Kerem S. Maurer

Zum Zeitpunkt der Budgetierung herrschte Unsicherheit betreffend den Zeitpunkt über die Umsetzung der Neubewertung von nicht landwirtschaftlichen Grundstücken. Ein Stimmberechtigter fragte an der Gemeindeversammlung nach dem genauen Datum und erachtete es als sinnvoll, wenn die Gemeinde Gsteig, wie Saanen und Lauenen, die Liegenschaftssteuern ebenfalls senken würde.

Gemäss Finanzverwalter Karl Graa wurde vom Kanton der 31. Dezember 2020 als Datum der Inkraftsetzung angekündigt. Da die steuerlichen beziehungsweise finanziellen Auswirkungen erst 2021 in der Gemeindekasse spürbar wären, wolle man nicht schon jetzt die Liegenschaftssteuern senken, so Graa. Sobald sich die resultierenden Mehrerträge konkretisierten, berate man in der Gemeinde eine angemessene Reduktion und werde diese dem Stimmvolk zur Beschlussfassung vorlegen.

Das Budget basiert auf einem Steuersatz von 1,6 und unveränderten 1,5 Promille Liegenschaftssteuern. Im Gesamthaushalt ist ein Aufwandüberschuss von 193'000 Franken budgetiert. – 142'300 Franken im allgemeinen Haushalt. Die Stimmbürger genehmigten es.

Nein zu Beitrag an BDG

Während die Bestätigung der Beiträge an die Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG) «Konzept Konzentration» 2016–2018 in der Höhe von 229'884 Franken erfolgte und der Auflösung des Bürgschaftskredits aus dem «Konzept Flex» in der Höhe von 147'000 Franken zugestimmt und auch die Herabsetzung des Aktienkapitals um 85 Prozent (buchhalterisch bereits 289'923 Franken abgeschrieben) genehmigt wurde, sorgte der Gemeindebeitrag von 100'000 Franken an das Restrukturierungskonzept der BDG für Gesprächsstoff. Der Betrag stelle für die BDG im Verhältnis zum Gesamtkonzept «einen Tropfen auf den heissen Stein» dar, votierte ein Stimmberechtigter. Für die angespannte Finanzlage der Gemeinde dagegen sei er bedeutend.

Er beantragte die Ablehnung des Gemeindebeitrags. Dieser Antrag wurde mit 29 zu 20 Stimmen bei vier Enthaltungen angenommen. Gsteig richtete der BDG demnach keinen Gemeindebeitrag an das Restrukturierungskonzept aus.

Kredite genehmigt

Dafür genehmigte der Souverän sämtliche traktandierten Verpflichtungskredite in der Gesamthöhe von einer halben Million diskussionslos. 190'000 Franken wurden für die Ausrichtung der jährlich wiederkehrenden Gemeindebeiträge (95'000 Franken pro Jahr) in den nächsten zwei Jahren an Gstaad Marketing und Gstaad Saanenland Tourismus (GST) bewilligt. Ebenso ein Verpflichtungskredit über 11'500 Franken für die Sanierung der Anderhalbacherstrasse in Feutersoey und 195'000 Franken an die energetischen Sanierungsmassnahmen des Hotel-Restaurants Bären in Gsteig.

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