Von «Meteoriten» und anderen Kunstwerken

Grindelwald

Zum 20. Mal treffen sich dreizehn Künstler-Teams aus aller Welt in Grindelwald an der Landart. Bis am Samstag schaffen sie in der Natur Kunstwerke – trotz anhaltenden Regens.

Unbestrittene Rekordhalter an der Landart aus Italien: Gabriele Meneguzzi (rechts) und Vincenzo Sponga kreieren seit zwanzig Jahren natürliche Kunstwerke in Grindelwald. Ihr Thema diesen Sommer: «Meteoriten».

Unbestrittene Rekordhalter an der Landart aus Italien: Gabriele Meneguzzi (rechts) und Vincenzo Sponga kreieren seit zwanzig Jahren natürliche Kunstwerke in Grindelwald. Ihr Thema diesen Sommer: «Meteoriten».

(Bild: Peter Wenger)

«Die Natur braucht keine künstliche Dekoration, und doch, Landart ist Kunst, sich in der Natur zu integrieren. Ohne Schnickschnack werden vor Ort aus ­herkömmlichen Materialien vergängliche Kreationen und Skulpturen in der natürlichen Um­gebung geschaffen», erläutert ­Peter Hess, künstlerischer Leiter der Landart, das Ziel des Events.

Vor zwanzig Jahren hat er die nachhaltige Idee nach Grindelwald gebracht. Zusammen mit einem eigens gegründeten Verein ist ein Kunstanlass der natürlichen Art entstanden. Und wie hat sich der kulturelle Anlass ent­wickelt?

«Der Umwelt­gedanke hat an Bedeutung gewonnen, der Respekt vor der Natur steht klar  im Vordergrund.»Peter Hess, künstlerischer Leiter

«In den zwei Jahr­zehnten hat sich der Umgang mit der Landschaft positiv gewandelt. Der Umweltgedanke hat an Bedeutung gewonnen, der Respekt vor der Natur steht klar im Vordergrund», freut sich Peter Hess über die Arbeit in der Natur, mit der Natur.

Mit einem weinenden Auge

Eine Spur Wehmut begleitet das Jubiläumsjahr. Nicht das Regenwetter drückt auf die Stimmung – das sind die wetterfesten Künstler gewohnt – nein, in den nächsten Jahren wird es in Grindelwald kein Festival dieser Art geben. Die Landart gönnt sich eine Denkpause.

Die Zukunft wird zeigen, ob sich mit neuen Ideen ein besonderer Naturevent kreieren lässt. Doch noch steht am Samstag ein besonderes Finale mit der Präsentation der natürlichen Kunstwerke bevor. Wird es ein Abschied? Sicher werden die Künstler auf die vergangenen Jahre mit Respekt und Freude zurückblicken. Viele von ihnen sind seit Jahren in Grindelwald dabei. Das Team aus Italien hat keinen einzigen Sommer ausgelassen.

Würdigung am Samstag

Die offizielle und öffentliche Würdigung der Arbeiten findet gemeinsam mit den Künstlern am Samstag ab 10 Uhr direkt vor Ort am Bach unterhalb der Gletscherschlucht beim Golfplatz statt.

Berner Oberländer

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