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Von Gleitschirm-Ass zu Topsegler

Als Dritter von 60 Teilnehmern aus neun Ländern holte sich Kari Eisenhut an der Europameisterschaft der Schneekiter Bronze. Ein Grosserfolg mehr in der langen Karriere des Gleitschirmprofis.

Kari Eisenhut holte Bronze an der EM der Schneekiter
Kari Eisenhut holte Bronze an der EM der Schneekiter
zvg

Eigentlich hatte sich Kari Ei­senhut nach dem Europameistertitel und dem Gewinn des Gesamtweltcups im Gleitschirmfliegen vor 17 Jahren vom Spitzensport zurückgezogen. Eigentlich – denn am ­Wochenende gewann der 44-jährige Unterseener auf dem ­Reschenpass an der italienisch-österreichischen Landesgrenze an der Europameisterschaft der Snowkiter die Bronzemedaille – gerade mal geschlagen von Florian Gruber (1.) und Kersten ­Felix (2.), zwei deutschen Profikitern, die vom Alter her seine Söhne sein könnten.

Mit dem Fünften Oliver Willy aus Feutersoey und dem Siebtklassierten Unterseener Thomas Wagner klassierten sich übrigens zwei weitere Oberländer in den allervordersten Rängen des internationalen Feldes.

Kari Eisenhut mit dem Tour-Gesamtsieg vor Augen

«In den acht Durchgängen mit je etwa zehn Kilometern Distanz und 15 Minuten Dauer erreichten wir bei den starken Windbedingungen hie und da Tempi bis zu 100 Stundenkilometern. Das ging mir ganz schön in die Beine», resümiert Eisenhut, der jetzt in der Gesamtwertung der Swiss Snow Kite Tour knapp in Führung liegt und sich mit einer guten Leistung im Finale der Tour in knapp fünf Wochen den Gesamtsieg sichern kann.

Eisenhut gewann vor Wochenfrist bereits die Rennen in Les Rousses im französischen Jura hoch überlegen (wir haben berichtet) und war zuvor auf dem Lago ­Bianco (Berninapass) Zweiter geworden. Die Ergebnisse der Europameisterschaft zählen in der Gesamtwertung der Swiss Snow Kite Tour ebenfalls.

«Es reizt mich, neue Wege zu gehen, statt Masse zu folgen»

«Was mich noch mehr fasziniert als das nackte Wettkampfresultat, sind die vielen Wege, die man auf dem Weg zum Erfolg gehen kann», sagt Kari Eisenhut: «Es reizt mich, neue Wege zu gehen, anstatt der Masse zu folgen.» Eisenhut meint damit die Entwicklung von neuem Material.

So basiert sein 18 Quadratmeter grosses Kitesegel auf den Erkenntnissen des aktuellsten Gleitschirms Sigma 10 des Thuner Herstellers Advance, für welchen Eisenhut seit 20 Jahren als Cheftestpilot tätig ist: «Wir haben sämtliches Know-how aus dem Gleitschirmbau in dieses neue Segel einfliessen lassen.

Von der Gleitschirmproduktion zurück zum Segelsport

Mit der Investition in die Kiteseglerei schliesst sich der Kreis für die Advance Thun AG wieder – ist doch der Firmengründer Rolf Zeltner vor 29 Jahren ursprünglich vom Segelsport zur Gleitschirmproduktion gekommen.

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