«Viele Menschen fühlen sich allein, ja teils gar unter Druck»

Wer einen Angehörigen im Strassenverkehr verliert, ist oft auf Hilfe angewiesen. ­Spezialisten stehen dann in schweren Stunden mit Rat und Tat zur Seite.

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Stefan Krähenbühl, Medienverantwortlicher bei Roadcross Schweiz, einer Stiftung für Verkehrssicherheit, die auch Angehörige von Strassenopfern berät: «Gedenkstätten am Strassenrand mit Kreuzen, Kerzen und Blumen, die an Unfallopfer erinnern, helfen manchen Angehörigen, das Ganze besser zu verarbeiten.»

Ein tödlicher Unfall sei für die Angehörigen «etwas Unfassbares, gerade wegen seiner grausamen Plötzlichkeit», so Krähenbühl. Die Familienangehörigen fühlten sich am Unfallort den Verunglückten näher und würden versuchen, zu verstehen, was dort geschehen sei.

Deshalb würden viele den Unfallort immer wieder besuchen und dort eine Gedenkstätte errichten. Roadcross Schweiz unterstütze Angehörige in verschiedenen Bereichen. Dabei könne man auf ein Netzwerk von Spezialisten zurückgreifen.

Zudem organisiere die Stiftung Gruppentreffen für Angehörige von Unfallopfern, um zu ermöglichen, dass sie sich mit Gleichbetroffenen austauschen könnten.

«Viele Menschen, die jemanden verloren haben, fühlen sich nach einer gewissen Zeit zusehends allein, ja teils gar unter Druck, möglichst schnell wieder einen normalen Alltag zu leben.»

Stefan Krähenbühl hält aber fest, dass die Errichtung einer Gedenkstätte nichts damit zu tun habe, dass die Leute mit dem Verlust nicht abschliessen könnten. Sondern vielmehr damit, die Erinnerung an die verstorbene Person möglichst lange wachzuhalten. (Berner Oberländer)

Erstellt: 30.08.2018, 07:43 Uhr

Stefan Krähenbühl, Medienverantwortlicher Roadcross Schweiz. (Bild: PD)

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