Viele fremde Düfte und Sprachen

Hondrich

Das Begegnungsfest zwischen Einheimischen und Gästen der Kollektivunterkunft Bärgsunne war ein Erfolg und bot Jung und Alt einiges.

Um sich selbst einmal am Alphorn zu versuchen, nahmen die Kinder gern in Kauf anzustehen.

Um sich selbst einmal am Alphorn zu versuchen, nahmen die Kinder gern in Kauf anzustehen.

(Bild: Verena Holzer)

Zum zweiten Mal organisierten der Ortsverein, der Frauenverein und die Schule Hondrich mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Kollektivunterkunft Bärgsunne ein Begegnungsfest.

Die Gäste, die in der Bärgsunne ein vor­übergehendes Zuhause gefunden haben, stammen zurzeit aus vierzehn Ländern. Dementsprechend war das Sprachgewirr auf dem ehemaligen Tennisplatz. Dennoch schien es, als würde mit den gegen hundert Anwesenden eine grosse Familie gemeinsam feiern.

Spiel und Spass

Während sich die Erwachsenen austauschten, vergnügten sich die Kinder mit Fussballspielen, einem Mikadospiel mit grossen Stäben, Seilziehen und vielem mehr – immer betreut von Erwachsenen, oder diese spielten gleich mit. Fasziniert schauten die Kinder Gilbert Paeffgen zu, wie er mit den Sticks auf dem Schlagzeug herumwirbelte, und durften es auch selber ausprobieren.

Auch Alphornblasen wurde, nach der musikalischen Begrüssung durch das Echo vom Spiezberg, erlaubt. Das war ein Spass für die Kids, da musste sich sogar der Mitinitiant des Festes Ruedi Benet versuchen. Er entlockte dem Instrument sogar passable Klänge. Nachdem das Ad-hoc-Schwyzerörgeliquartett Schweizer Folklore intoniert hatte, erklang von den Musikern Jiwan Alkhalil und seinem Bruder Selam, unterstützt von Paeffgen, ein anderer Musikstil.

Leckere Speisen zur Auswahl

Eine der Hauptsachen war neben den Gesprächen natürlich Essen. Angelockt von den verschiedenen Düften, näherten sich die Gäste dem vielseitigen Büffet. Neben orientalischem Bulgur gab es südländisches Ofengemüse und Krapfen, aber auch Rösti und Raclette.

Eine Augenweide waren der syrische Salat und vor allem die schöne Früchteplatte zum Dessert. «Die Speisen sind hauptsächlich mit Produkten von der Schweizer Tafel hergestellt», orientierte die Leiterin der Kollektivunterkunft Barbara Jost.

Erfahrungen ausgetauscht

Während draussen unter Anleitung eine Kugelbahn aufgebaut wurde, nähten im Haus Mädchen ein Znünisäckli. Im Saal erzählten Hausbewohner, wie sie mit einer Tageskarte für den ÖV und einer Adresse nach Hondrich gekommen sind. Einer hatte das Haus verpasst und ging zu Fuss bis fast nach Aeschi.

Ein andrer trug, weil die Rückfahrt von Spiez zu beschwerlich war, sein Fahrrad nach Hondrich. Ein türkisches Ehepaar, das mit seinen zwei Kindern seit acht Monaten in Hondrich wohnt, zeigte sich sehr dankbar für die Unterkunft und dass es hier ohne Angst leben kann.

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