Verein Leissigen Futura wächst

Leissigen

Die Gruppierung, die sich gegen die geplanten Bauprojekte der BLS zur Wehr setzt, ist im Dorf immer breiter abgestützt.

In Leissigen sollen die Züge künftig nicht mehr halten. Dagegen setzen sich die Bürger zur Wehr.<p class='credit'>(Bild: Fritz Lehmann)</p>

In Leissigen sollen die Züge künftig nicht mehr halten. Dagegen setzen sich die Bürger zur Wehr.

(Bild: Fritz Lehmann)

Ende Juli wurde in Leissigen die Interessengemeinschaft IG Leissigen Futura als Verein gegründet. Präsidiert wird der Verein vom früheren Gemeindepräsidenten Beat Steuri. Das Ziel der Gruppierung ist einerseits, die Anbindung Leissigens an den Bahnverkehr beizubehalten – nach aktuellem Stand soll das Dorf künftig mit einem Busbetrieb versorgt werden –, und andererseits, bei den geplanten Bauprojekten der BLS eine bessere Lösung für das Dorf zu erarbeiten.

Das Bahnunternehmen plant eine 560 Meter lange Kreuzungsstelle im Dorf sowie eine Abstellanlage im Seebacher beim Westeingang des Dorfes. Beide Teilprojekte hätten Landenteignungen zur Folge. Weiter ist die Begradigung des Schienenverlaufs in einer Kurve geplant.

Wie Beat Steuri mitteilt, ist der Verein seit den anderthalb Monaten seines Bestehens auf 205 Mitglieder angewachsen. Dazu kommen bis dato 331 Personen, die als Sympathisanten ihre Unter­stützung zugesichert haben. Zusammengezählt entsprechen die 536 Personen beinahe 50 Prozent der gegenwärtig 1120 Leissigerinnen und Leissiger.

«Der Verein wird laufend grösser; schon morgen  werden diese  Zahlen nicht mehr aktuell sein.»Beat Steuri

«Der Verein wird laufend grösser; schon morgen werden diese Zahlen nicht mehr aktuell sein», sagt Steuri. Auch die Gemeindebehörden sind im Verein vertreten. Gemeindepräsident Bruno Trachsel ist Vizepräsident des Vereins Leissigen Futura. Ebenfalls im Vereinsvorstand tätig ist mit Gerhard Fischer aus Meiringen ein aktueller Grossrat.

Regierungsrat zu Besuch

Aktiv ist der Verein gegenwärtig vor allem in der Werbung für weitere Mitglieder, dies mittels Flyer und Website. Und auch der Kontakt mit der BLS sowie der Politik wird gepflegt: Diesen Mittwoch war Regierungspräsident Christoph Neuhaus, Vorsteher der zuständigen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE), zusammen mit Christian Aebi, Leiter des Amtes für öffentlichen Verkehr, in Leissigen zu Besuch. Laut Beat Steuri war das Treffen konstruktiv. «Wir haben uns Gehör verschafft; sie haben unsere Anliegen aufgenommen», sagt Steuri.

Regierungspräsident Christoph Neuhaus war am Freitag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Amtsvorsteher Christian Aebi will die Zusammenkunft nicht kommentieren. «Der Besuch war eine Reaktion von Herrn Neuhaus auf das Schreiben an die Regierung, und die Regierung wird eine Antwort verfassen», sagt er.

Berner Zeitung

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