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Unspunnen: Wenn die Burg sprechen könnte...

1232 taucht im Zusammenhang mit einer Schenkung ans benachbarte Kloster Interlaken erstmals ein Burkhard von Unspunnen auf. Seine Familie dürfte die Burg wenige Jahrzehnte zuvor wohl auch bewohnt haben.

So sah die Ruine Unspunnen um das Jahr 1900 aus.

So sah die Ruine Unspunnen um das Jahr 1900 aus.

(Bild: zvg/Archiv Tourismusmuseum Interlaken)

Wie ein Blick über die Jahrhunderte hinweg zeigt, wechselte die Burg oftmals den Besitzer:

13. Jahrhundert.
Ita von Unspunnen, offenbar Burkhards Tochter, heiratete Freiherr Rudolf II. von Wädenswil. Bei einer Erbteilung unter den Söhnen des Paares fiel die Herrschaft Unspunnen 1246 an Konrad von Wädenswil, der sich später als treuer Anhänger der Habsburger hervortat. Um 1280 fiel – wahrscheinlich durch eine Heirat – Unspunnen an die Freiherren von Eschenbach. Diese befanden sich damals bereits im wirtschaftlichen Niedergang. Walter IV. von Eschenbach-Schnabelburg sah sich 1306 gezwungen, Unspunnen samt der Herrschaft Oberhofen an die Söhne von König Albrecht I. von Habsburg zu verkaufen. Vielleicht geschah dieser Verkauf nicht ganz freiwillig. Jedenfalls beteiligte sich Walter nur zwei Jahre später an der Ermordung des Königs bei Windisch.

Berner Oberländer

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