Um Junge werben, die Älteren ehren

Spiez

Der Regionalverband Berner Oberland der Samariter (RVBO) wirbt verstärkt um jugendliche Mitglieder. In Thun wurde eine Helpgruppe gegründet.

16 aktive Samariter aus dem Einzugsgebiet des RVBO wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft mit der Henry-Dunant-Medaille ausgezeichnet.

16 aktive Samariter aus dem Einzugsgebiet des RVBO wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft mit der Henry-Dunant-Medaille ausgezeichnet.

(Bild: Rösi Reichen)

Seit einem Jahr ist Lukas Zaugg Beauftragter für die Jugendarbeit im RVBO und ermuntert Schüler und Schülerinnen, der Helpgruppe beizutreten, in der sie Erste Hilfe lernen, die Lagerung von Patienten, Handgriffe und Verbände. Die erste Gruppe heisst «Help Regio Thun», wurde Anfang 2017 von den Samaritervereinen Strättligen und Thun angestossen und an den Hauptversammlungen gegründet.

Im Mai 2017 gab es eine Präsentation der beiden Vereine, im Juli fand ein «Schnuppermorgen» statt. Im November wurde die erste Help-Übung angesetzt, an der sich zwölf «Helpis» beteiligten. Zaugg möchte noch mehr Helpgruppen eröffnen. «Mein erstes Jahr war gespickt mit viel Aufbauarbeit und neuen Situationen», so der Jugendbeauftragte.

Gut bei Kasse

An der Delegiertenversammlung des RVBO 2017 wurde das Stimmrecht für Helpgruppen eingeführt. Der Verband erhofft sich dadurch mehr neue und junge Mitglieder. Mit regionalen Lösungen halte sich der Zeitaufwand für die Vorbereitung der Übungen in einem vertretbaren Rahmen, so Zaugg.

Präsident Jakob Lehnherr freute sich über die 87 anwesenden RVBO-Delegierten und darüber, dass die Vereine Buchholterberg und Fahrni die Fusion beschlossen haben. Der Präsident gratulierte Alfred Bühler aus Reichenbach für 50 Jahre Einsatz als Samariterlehrer. Kassier Urs Althaus berichtete von einem Gewinn und wird wegen der guten Finanzlage nur den Betrag von 6.50 Franken pro Mitglied einfordern.

Therese Bähler orientierte über die Aus- und Weiterbildungskurse der Samariterlehrer und Kursleiter. Ein Versammlungsteilnehmer regte an, die Aufschaltung einer Website zu prüfen. Dort könnten viele Infos eingesehen werden, was wieder­um dem Samariterwesen Werbung bescheren würde.

Ehre für 25 Jahre

Kurt Locher brachte Grüsse des Samariterverbands Kanton Bern und las den 16 Henry-Dunant-Medaillenempfängern ein Gedicht von Henry Dunant vor. Die schrecklichen Kriegserlebnisse bei Solferino bewogen ihn dazu, das Rote Kreuz zu gründen. 1901 wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Locher lobte die 16 anwesenden Frauen und Männer, dass sie dem Samariterverein während 25 Jahren die Treue gehalten haben: Manfred Inniger, Konrad Bircher, Johann von Allmen (alle vom Samariterverein Adelboden), Ueli Fahrni (Eriz), Esther Baumann-Wyss, Claudia Kicza (beide Grindelwald), Greti Wüthrich, Max Heimann (beide Hasliberg), Olivier Melchior (Interlaken), Theres Aeschlimann, Doris Imboden, Elisabeth Jaggi, Gudrun von Allmen, Franziska Zurbuchen (alle Ringgenberg-Goldswil), Thomas Graber (Sigriswil), Franziska Abegglen (Zweilütschinen). Ihr Einsatz an Übungen, bei Sanitätsdiensten und auch bei geselligen Anlässen seien verdankenswert. Die Geehrten wurden mit Händedruck, einem Abzeichen, Schokolade und Blumen beschenkt.

Berner Oberländer

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