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Überraschende Kapitalerhöhung ist lanciert

Die Lenk Bergbahnen stellen sich den zukünftigen Herausforderungen und werden Bergerlebnis-Anbieter. Die Kapitalerhöhung von 3,3 Millionen Franken ist gut gestartet.

Nicolas Vauclair, Geschäftsführer Lenk Bergbahnen (r.), zusammen mit «Härzbluetlenker» und Spitzenschwinger Remo Käser.
Nicolas Vauclair, Geschäftsführer Lenk Bergbahnen (r.), zusammen mit «Härzbluetlenker» und Spitzenschwinger Remo Käser.
zvg

Mehr als 14 Millionen Franken: Erstmals konnten die Verantwortlichen der Lenk Bergbahnen Genossenschaft einen Betriebsertrag dieser Grössenordnung bei einer Generalversammlung (der 70.) präsentieren. Trotz des Rekordergebnisses will die Bahn als Lenker Tourismusmotor die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft stellen.

Die Freude von Verwaltungsratspräsident André Troxler über die starke Wintersaison und die noch stärkere Sommerentwicklung übertrug sich positiv auf die fast 600 Genossenschafter in der Lenker Mehrzweckhalle. Troxler erwähnte: «Das Erfolgsrezept ist: zämehocke u zäme rede. Zur Zusammenarbeit mit Adelboden gehören zum gemeinsamen Beschneiungsprojekt als Meilenstein, auch Gemeinsames im Rettungswesen und zu speziellen Aktionen.»

Mit Applaus wurde Nadine Rieder, diplomierte Tourismusfachfrau HF, in den Verwaltungsrat gewählt. Als Direktor of Marketing ist sie Mitglied der Geschäftsleitung des Grand Hotels Victoria-Jungfrau in Interlaken. Sie ersetzt Georg Nellen, der seit der Fusion der beiden Bahnen Metsch und Betelberg im Verwaltungsrat tätig war.

Investitionen stehen im Vordergrund

Der Start ins Jahr 2018 begann durch Sturm Burglind mit schwierigen Bedingungen und Betriebsausfalltagen. Geschäftsführer Nicolas Vauclair: «Nach dem Sturm boten sich aber fantastische Schneebedingungen in unseren Skigebieten. Die Erwartungen der Lenk Bergbahnen wurden 2018 vom Rekordergebnis übertroffen.» Der Top-4-Skipass der vier grossen Skiregionen im Berner Oberland brachte neue Gäste in die Skigebiete.

Auch die sonnenreiche Sommersaison hat zu Rekorden geführt. Geschäftsführer Vauclair: «Die 81'500 Sommergäste auf unseren Anlagen sind fast 10 Prozent mehr als 2017. Die Bruttoeinnahmen im Sommergeschäft von 1,189 Millionen Franken knackten erstmals die Millionengrenze.»

Nicht auf den Lorbeeren ausruhen ist die Unternehmensstrategie der Lenk Bergbahnen. Präsident Troxler begründet die Taktik für 2019 bis 2026: «Wir investieren in die Zukunft, um den Gästen im Sommer wie im Winter attraktive und schöne Bergerlebnisse in den Schweizer Alpen zu bieten.» Die Lenk Bergbahnen nehmen die Herausforderung mit weniger Schneesportlern und der Klimaveränderung ernst. Beim gemeinsamen Beschneiungsprojekt Metsch-Adelboden wird im Sommer die letzte Etappe realisiert. Die Schneesicherheit am Betelberg/Leiterli mit technischer Beschneiung steht klar im Vordergrund. Zum Projekt mit Speichersee auf der Agematte läuft das Bewilligungsverfahren.

Das anvisierte Ziel wurde übertroffen

Für die Vorhaben der nächsten Jahre zur Beschneiung, zu Erneuerungen und Sanierungen in der Gastronomie, für die Infrastruktur mit Fahrzeugen und Seilbahnen sowie für die Erweiterung der Sommerangebote sind 35,4 Millionen veranschlagt. Dazu ist im Finanzplan ein Schuldenabbau von 27, 2 Millionen geplant. Zum Eigenkapital von 46,6 Millionen kommt Fremdkapital von 12,7 Millionen Franken. Die überraschend angekündigte Kapitalerhöhung wird die fehlenden 3,3 Millionen decken.

An der Genossenchaftsversammlung pushte Nicolas Vauclair unterstützt von Remo Käser vom Schwingklub Kirchberg als «Härzbluetlenker» den Start der bis August dauernden Kapitalerhöhung. Das anvisierte Ziel wurde mit 700 zugesicherten Anteilscheinen à 500 Franken um einiges übertroffen. Remo Käser wird im Winter sein Angebot einlösen und einen Tag an der Betelberg-Talstation den Gästen beim Besteigen der Gondeln behilflich sein. Schon am 18. Oktober hat die ausserordentliche Generalversammlung den Kredit zum Ausbau der Beschneiung am Betelberg zu genehmigen.

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