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Trotz beschädigter Strasse: Weltcup-Rennen finden statt

Die Weltcup-Skirennen in Adelboden vom Wochenende finden statt. Die Kantonsstrasse von Frutigen nach Adelboden wird am Samstag ab 6.00 Uhr für den Verkehr geöffnet. Bei der Abbruchstelle kommt es zu einem Nadelöhr.

Nach dem Erdrutsch auf der Adelbodenstrasse laufen die Reparaturarbeiten auf Hochtouren. «Hier wird die ganze Nacht durchgearbeitet», sagt Kreisoberingenieur Markus Wyss. <i>Video: Jürg Spielmann</i>

Die Auswirkungen des Sturms Burglind hätten den Organisatoren der Weltcup-Rennen in Adelboden beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch nun geben die Behörden Entwarnung. Die besten Skifahrer der Welt können am Wochenende die Rennen in Angriff nehmen.

Ein Bauunternehmen aus der Region soll gewährleisten, dass die durch einen Erdrutsch am Donnerstag beschädigte Strasse ab Samstagmorgen 6 Uhr wieder befahren werden kann. Abgesagt wurde hingegen die Startnummernauslosung vom Freitagabend auf dem Märitplatz im Dorfzentrum.

Luftbilder vom Murgang auf die Strasse nach Adelboden: Eine Drohnenkamera zeigt das Ausmass des Ereignisses aus der Luftperspektive. Video: sda

Nachdem am Donnerstagabend gegen 18 Uhr ein Erdrutsch die Strasse nach Adelboden südlich des Lintertunnels beschädigte hatte, musste diese gesperrt werden – der Weltcup-Ort im Berner Oberland war abgeschnitten; die Kantonsstrasse war auf einer Länge von 10 bis 15 Metern unpassierbar.

Sie retteten mit ihrem Einsatz den Weltcup Adelboden: Frutiger Mitarbeiter der Marti AG Bern trugen am Freitagmittag den Belag an der beschädigten Stelle der Adelbodenstrasse ab. Gut 100 Meter südlich des Lintertunnels und ebenso weit oberhalb der Engstlige wurde bis heute Samstagmorgen eine Notbrücke gebaut.
Sie retteten mit ihrem Einsatz den Weltcup Adelboden: Frutiger Mitarbeiter der Marti AG Bern trugen am Freitagmittag den Belag an der beschädigten Stelle der Adelbodenstrasse ab. Gut 100 Meter südlich des Lintertunnels und ebenso weit oberhalb der Engstlige wurde bis heute Samstagmorgen eine Notbrücke gebaut.
Jürg Spielmann
Im Einsatz: Markus Wyss, Kreisoberingenieur Kreis I des kantonalen Tiefbauamtes, erklärte vor Ort den Bau der Notbrücke.
Im Einsatz: Markus Wyss, Kreisoberingenieur Kreis I des kantonalen Tiefbauamtes, erklärte vor Ort den Bau der Notbrücke.
Christian Pfander
Für Notfälle wurde die alte Adelbodenstrasse am Freitag «kontrolliert» geöffnet, hiess es seitens der Behörden.
Für Notfälle wurde die alte Adelbodenstrasse am Freitag «kontrolliert» geöffnet, hiess es seitens der Behörden.
Keystone
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Darauf wurden mehrere Möglichkeiten geprüft, wie Adelboden für die Zuschauer der Rennen am Wochenende erreichbar gemacht werden kann. Offenbar kann ein Bauunternehmen aus der Region die Strasse so weit herrichten, dass sie ab dem frühen Samstagmorgen zumindest einspurig befahrbar sein wird. Den Besuchern der Skirennen wird allerdings empfohlen, beim Flugplatz Reichenbach im Kandertal in Shuttle-Busse umzusteigen.

Ingenieure und Bauarbeiter versuchen fieberhaft, bis zum Samstagmorgen eine provisorische, einspurige Notbrücke über der Schadensstelle zu errichten. Die Arbeiten im Video. Video: Tamedia/SDA

Für Notfälle wird die alte Adelbodenstrasse «kontrolliert» geöffnet, hiess es seitens der Behörden. Der aufgrund von Lawinengefahr exponierte Teil beim «Gibeli» werde weiterhin überwacht und der Verkehr auf diesem Teilstück durch die Feuerwehr geleitet.

Per Helikopter nach Adelboden

Der Transport der Athleten, der Serviceleute sowie des noch fehlenden Materials erfolgt im Laufe des Freitags über die alte Adelbodenstrasse oder per Helikopter. Somit konnten die Organisatoren für den Riesenslalom vom Samstag und den Slalom vom Sonntag grünes Licht geben. Denn die Wetterkapriolen mit dem Sturm am Mittwoch, Dauerregen am Donnerstag und Temperaturschwankungen konnten zumindest der Piste nichts anhaben.

Zwischenstopp... @adelboden18@fisalpinepic.twitter.com/Emcq6XrK7R— Austria Ski Team Men (@SkiAustria_Men) 5. Januar 2018

Die österreichischen Ski-Athleten verkürzen sich ihre Wartezeit spielerisch auf dem Flugplatz Frutigen. Video: Twitter/@SkiAustria_Men

Die Strecke am Chuenisbärgli soll nach Einschätzung von Beobachtern vor Ort in einwandfreiem Zustand sein. Daran dürfte sich in den nächsten 24 Stunden nichts ändern. Das Wetter soll sich auf das Wochenende hin beruhigen.

Frutigens Regierungsstatthalterin Ariane Nottaris gibt Auskunft. Video: Tamedia/SDA

Erwartet werden rund 40'000 Zuschauer – die wohl auch den traditionellen Gassenhauer «Ds Vogellisi» anstimmen werden. OK-Präsident Peter Willen bestätigt auf Facebook die Durchführung des Grossereignisses im Berner Oberland.

(SDA)

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