TALK: Touristiker sind nun im Zugzwang

Lenk

Die neue Destinationsorganisation ist Tatsache geworden. Lenk-Simmental Tourismus ist nun vom Kanton aufgefordert, eine Kooperationsvereinbarung abzuschliessen.

Noch diesen Monat fänden Verhandlungen über die mögliche Art und Weise der Zusammenarbeit statt, so der Sprecher von Lenk-Simmental Tourismus.<p class='credit'>(Bild: Bruno Petroni)</p>

Noch diesen Monat fänden Verhandlungen über die mögliche Art und Weise der Zusammenarbeit statt, so der Sprecher von Lenk-Simmental Tourismus.

(Bild: Bruno Petroni)

Ein langes Wort, eine eingängige Abkürzung; die Tourismus ­Adelboden-Lenk-Kandersteg AG, eben TALK, besteht nun nach zweieinhalb Jahren «intensivster Arbeit», wie es die Initianten beim Gründungsakt bezeichneten.

Die TALK AG sei die Nachfolgeorganisation des im Jahr 2013 als Übergangslösung gegründeten Vereins Berner Oberland Mitte und «übernimmt als Destinationsorganisation mit klaren einheitlichen strategischen und operativen Strukturen sämtliche Aufgaben der bisherigen ­lokalen Organisationen – massgeblich Tourismusentwicklung, Marketing und Verkauf sowie Gästeinformation.» Mit von der Partie sind Bergbahnen, Hotelier- und Ferienwohnungsvertreter oder der Gewerbeverein.

Doch jemand fehlt: Lenk-Simmental Tourismus. Deren Sprecher, Heinrich Summermatter, hat von der Gründung Kenntnis genommen. «Für uns ist TALK eine wichtige Partnerin im Tourismusgeschäft.» Noch diesen Monat fänden Verhandlungen über die mögliche Art und Weise der Zusammenarbeit statt.

Zeit bis Ende Oktober

Bei der Angelegenheit geht es auch ums Geld, nämlich um eine Viertelmillion Beherbergungsabgaben, die jährlich an der Lenk bewirtschaftet werden. Dieses Geld wiederum erhalten anerkannte Destinationen. Christoph Ammann, Volkswirtschaftsdirektor, erklärte dazu gestern auf Anfrage: «Die am ersten September 2017 gegründete TALK AG erfüllt die Bedingungen der heutigen Tourismusentwicklungsverordnung (TEV) als Destination für das Gebiet Berner Oberland Mitte.

Der Rückfluss der Beherbergungsabgabe (BA) in das Gebiet des Kander- und Engstligtal ist somit sichergestellt.» Lenk-Simmental Tourismus AG (LST) hingegen erfülle die Kriterien der TEV nicht und gelte deshalb nicht als Destination. «LST hat nun noch bis Ende Oktober Zeit, eine Kooperationsvereinbarung mit der TALK abzuschliessen.»

Analog der Vereinbarung Thun Thunersee Tourismus mit der Tourismusorganisation Interlaken. «Sollte keine Vereinbarung zustande kommen, verbleiben die BA-Mittel aus dem Gebiet LST im kantonalen Tourismusförderungsfonds und werden für entsprechende Tourismusprojekte verwendet.» Der Rückfluss von rund 250'000 Franken an LST fände dann ab der Wintersaison 2017/2018 nicht mehr statt.

Berner Oberländer

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