Thuner verliert Jagd nach Tausendernote knapp

Wengen

356 Finisher rannten bei der vierten Austragung des Berglaufs die Lauberhorn-Weltcupstrecke hoch. Der Adelbodner Jonathan Schmid feierte ungefährdet seinen dritten Sieg – und holte sich gleich noch 1000 Franken ab.

Mit einem beherzten Hechtsprung erhascht sich Tobias Lüthi die Sprintprämie –die am Kontrolltor hängende Tausendernote. Der Thuner Marcel Briggen geht leer aus. Im Hintergrund ist im Zielhang der Weltcupstrecke das Läuferfeld zu sehen.

Mit einem beherzten Hechtsprung erhascht sich Tobias Lüthi die Sprintprämie –die am Kontrolltor hängende Tausendernote. Der Thuner Marcel Briggen geht leer aus. Im Hintergrund ist im Zielhang der Weltcupstrecke das Läuferfeld zu sehen.

(Bild: Bruno Petroni)

Bruno Petroni

Das war ein Sprint! Nur 54 Sekunden nach dem Startschuss im Zielraum des legendären Lauberhornrennens schnappte sich der Oberaargauer Mittelstreckenspezialist Tobias Lüthi oberhalb des Zielhangs mit einem fulminanten Hechtsprung die am ersten Kontrolltor hängende Tausendernote.

Er gewann die aussergewöhnliche Sprintwertung gegen den Thuner Marcel Briggen somit nur um Haaresbreite. Mit übersäuerten Wadli erreichten die beiden schliesslich das Ziel auf der Lauberhornschulter 45 Minuten nach dem Sieger. Und dieser Sieger heisst zum dritten Mal in Folge Jonathan Schmid.

Der 26-jährige Berglauf-Schweizer-Meister aus Adelboden lief am Sonntag die schnellste je am Lauberhorn erreichte Laufzeit von 38:54 Minuten – das ist 13 Sekunden schneller als der bisherige Rekordhalter aus dem Tirol, Dominik Salcher, anlässlich der Premiere vor vier Jahren. Und das ist noch nicht alles: Bereits nach dem Start sicherte sich Jonathan Schmid auch sein eigenes 1000-Franken-Nötli, welches am anderen Kontrolltor hing.

Mit mehr als einer Minute Rückstand auf Schmid trafen später auf der Lauberhornschulter die ersten Verfolger ein. Der einheimische Philipp Feuz (5.) lief mit dreieinhalb Minuten Rückstand auf den Sieger als zweitschnellster Oberländer ins Ziel. Weiter in den Top Ten: 6. Lukas von Känel, Reichenbach (43:04); 8. Rolf Messerli, Oberstocken (45:41); 10. Martin Hefti, Reichenbach (46:42). Das Rennen der Frauen entschied die Deutsche Thibe Deseyn in 49:39 Minuten für sich. Als Zweite der 46 gestarteten Frauen der Rennkategorie klassierte sich die Weissenburgerin Corinne Zeller (51:31).

356 Läuferinnen und Läufer absolvierten die 1028 Höhenmeter – fast hundert mehr als in den bisherigen drei Austragungen, welche gemeinsam mit Hinterstoder, Val Gardena, Madonna di Campiglio und Kitzbühel der Vertical-Up-Serie angehörte. Inzwischen ist diese Serie auf letztere zwei geschrumpft. Lauberhorn-OK-Chef Rolf Wegmüller: «Wir stellten fest, dass die lange Anreise zu den anderen Rennen für Amateursportler zu beschwerlich ist. So entschlossen wir, das Rennen unter dem Namen Lauberhorn Run weiterzuführen.» Dieser Name werde nun von der breiten Öffentlichkeit auch nicht mehr fälschlicherweise als Skitourenrennen wahrgenommen, was sich in der erfreulicherweise markant höheren Teilnehmerzahl widerspiegle.

Berner Oberländer

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