Talk geht in den Schlussspurt

Der Verwaltungsrat der neuen Tourismusdestination Adelboden-Lenk-Kandersteg (Talk) ist bestimmt. Nun müssen bis zum April alle potenziellen Partner abstimmen.

Am Donnerstag hat die Be­gleitgruppe der Destinations­bildung Adelboden-Lenk-Kandersteg den Verwaltungsrat ­bestimmt. Das Präsidium übernimmt der Lenker Hotellerievertreter Roland Berger. Im Verwaltungsrat sitzen zudem Markus Hostettler (Bergbahnen, Engstligtal-Adelboden), Pascal Frei (Erlebnisse, Engstligtal-Adelboden), Toni Brand (Gewerbe, Simmental-Lenk), André Troxler (Bergbahnen/Gewerbe, Simmental-Lenk), Heiner Schwarzenbach (Zweiwohnungen, Kandertal-Reichenbach) und Christoph Wandfluh (Hotellerie/Bergbahnen, Kandertal-Kandersteg).

Die Wahl berücksichtigte sowohl die lokale Vertretung als auch eine möglichst breite Branchenabstützung. Verabschiedet wurden zudem der Aktionärsbindungsvertrag sowie die Statuten, mit denen sich die verschiedenen beteiligten Gremien seit vergangenem Oktober befassen konnten, wie in der gestrigen Medienmitteilung steht.

«Mit den Gemeinden fanden die entscheidenden Gespräche zu den Leistungsvereinbarungen statt. Diese waren geprägt von einer positiven und lösungsorientierten Gesprächskultur und von der Bereitschaft, den eingeschlagenen Weg gemeinsam zu gehen. Die Vereinbarungen stehen», heisst es weiter.

Sonderlösung St. Stephan

Man habe auch intensiv an einer Lösung für die «anerkannt spezielle Situation von St. Stephan» gearbeitet. Diese hatte im November den Beitritt zu Talk abgelehnt. Die Destinationsverdichtung gehe in die falsche Richtung, und man suche lieber Lösungen mit Kooperationen.

Nun sollen der Gemeinde St. Stephan «im Rahmen einer befristeten Übergangslösung gewisse Spezialkonditionen zugestanden werden, die einen schrittweisen Vertrauensaufbau für eine mögliche künftige Vollintegration zulassen», schreiben die Talk-Verantwortlichen.

Der operative Start der neuen Organisation ist auf Anfang Juli festgelegt. Bis dahin werden für die zahlreichen Partner die Abstimmungsunterlagen fertiggestellt, da insbesondere die acht Tourismusvereine im Frutigland und im Simmental als Talk-Aktionäre ihre Zustimmung geben müssen. Anpassungen kann es auch in den Reglementen von Gemeinden geben.

Das vorliegende Konzept sei «ausgereift, ausbalanciert und ein Zeugnis des konstruktiven Miteinanders», wird gelobt. Allerdings habe das Zusammenwachsen für einen starken Tourismus erst begonnen, ist man sich in der Begleitgruppe bewusst. Ebenfalls bereits vor dem formalen Start von Talk hat die designierte Geschäftsführung – Urs Pfenninger, Albert Kruker und Marcel Furer – die Vorarbeiten aufgenommen.

Das gesamte Konzept kann auf den Websites der Tourismusorga­nisationen Adelboden, Lenk-Simmental und Kandersteg eingesehen werden.

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