Strom wie anno dazumal mit Schattenhalb 2

Schattenhalb

Das historische Kraftwerkes in Schattenhalb soll als Touristenattraktion wieder zum Laufen gebracht werden.

Wollen das Kraftwerk zum Laufen bringen (v.l.): René Kohler, Leiter Bahnen und Tourismus KWO; Demian Soder, Kesselschmied; Simon Weiss, Stiftung Kraft & Wasser; und Pascal Troller, Finanzen. Foto: gls

Wollen das Kraftwerk zum Laufen bringen (v.l.): René Kohler, Leiter Bahnen und Tourismus KWO; Demian Soder, Kesselschmied; Simon Weiss, Stiftung Kraft & Wasser; und Pascal Troller, Finanzen. Foto: gls

Das Kraftwerk Schattenhalb 2 der Elektrowerke Reichenbach AG unterhalb der Bergstation der Reichenbachfall-Bahn zählt zu den ersten Hochdruckanlagen im Berner Oberland, wie sie ab den 1890er-Jahren erstellt wurden. Nach der Stilllegung im Jahre 2010 übernahm die Stiftung Kraft & Wasser das Werk für einen symbolischen Franken von der BKW und rettete es vor dem Abbruch (wir haben berichtet).

Jetzt will die Stiftung das Werk Schattenhalb 2 reaktivieren und als gesamtes historisches Industrieensemble von nationaler Bedeutung erhalten. Und es zusammen mit der Reichenbachfall-Bahn und der Stiftung Ferien im Baudenkmal nach touristischen und pädagogischen Grundsätzen der Öffentlichkeit zugänglich machen. Statt stillzustehen, soll die Stromproduktion unter konsequenter Nachhaltigkeit museal genutzt werden.

In historische Umgebung

In der ehemaligen Wohnung des Kraftwerkpersonals – direkt über dem Werk – sieht Simon Weiss, Ratspräsident der Stiftung Kraft & Wasser, eine schöne Möglichkeit für die Vermietung an Tages- oder Feriengäste.

Die Gesamtkosten für die Realisierung des Projektes Kraftwerk Schattenhalb 2 belaufen sich auf 2,2 Millionen Franken, davon sind rund eine Million finanzielle Fremdmittel erforderlich. Die Trägerschaft Stiftung Kraft & Wasser erbringt Eigenleistungen in der Höhe von 140'000 Franken.

Die Gesamtkosten für die Realisierung des Projektes Kraftwerk Schattenhalb 2 belaufen sich auf 2,2 Millionen Franken.

Die Realisierung des Projektes erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Pascal Troller und der Denkmalpflege des Kantons Bern. Diese hält in einem Schreiben an Troller fest: «Das in Anklängen bereits der Architektursprache des Neuen Bauens verpflichtete Gebäude stellt in Einheit mit den technischen Installationen ein schützenswertes Baudenkmal dar.» Es sei im Sinne der Denkmalpflege, «das Ensemble als technikgeschichtliches Denkmal zu unterhalten und zu pflegen». Nicht zuletzt «angesichts des touristischen Potenzials der Anlage in Verbindung mit der ebenfalls schützenswerten Reichenbachfall-Bahn.

Pascal Troller, der Leserschaft dieser Zeitung bekannt als Initiant zur Mitfinanzierung der Ballenberg-Dampfbahn, will mit seinem Netzwerk auch beim Projekt Schattenhalb 2 «alles daransetzen, den nachfolgenden Generationen ein weiteres Denkmal aus der Zeit der Industrialisierung zu erhalten».

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt