Streit um Touristen-GA: Schilthornbahn zurückgepfiffen

Bergbahnen dürfen das Touristen-GA nicht mehr akzeptieren. Betroffen ist auch die Schilthornbahn.

Die Schilthornbahn wurde vom Tarifverbund zurückgepfiffen.

Die Schilthornbahn wurde vom Tarifverbund zurückgepfiffen.

(Bild: Markus Foedisch)

Julian Witschi

Die Schilthornbahn darf Touristen nicht mehr bevorzugen. Der Tarifverband Direkter Verkehr Schweiz hat entschieden, dass nur noch Bergbahnen das Touristen-GA Swiss Travel Pass anerkennen dürfen, die auch regulären Besitzern von Generalabonnementen freie Fahrt gewähren. Dies haben die Zeitungen «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» berichtet.

Betroffen von dem Entscheid sind neben der Schilthornbahn auch die Innerschweizer Bergbahnen auf das Stanserhorn und Engelberg-Brunni. Diese drei Bahnen akzeptieren das Touristen-GA seit Anfang 2018. Ihre Verantwortlichen sind erzürnt: «Das ist reine Machtpolitik zum Schaden des Gastes», wird der Direktor der Schilthornbahn, Christoph Egger, in dem Artikel zitiert. «Die Grossen haben rücksichtslos alle Register gezogen, um ihre Konkurrenten loszuwerden, das ist sehr bedauerlich.»

Insbesondere die regionalen Konkurrenten Jungfraubahn und Titlisbahnen haben den drei kleineren Bergbahnen vorgeworfen, mit «Dumpingpreisen» den Markt kaputt zu machen. Der Tarifverband rechtfertigt den Entscheid: Wenn immer mehr Bergbahnen das Touristen-GA anerkennen würden, schrumpfe die Ausschüttung aus dem Abo-Topf pro Fahrt. Erhöhe man alternativ den Preis des Passes, werde er für Touristen zu teuer. Verbandssprecher Thomas Ammann sagt, mit den klar definierten Kriterien «verhindern wir, dass wir den Swiss Travel Pass an die Wand fahren».

Berner Zeitung

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