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Stimmbürger wollen die Steuern nicht senken

Die Stimmberechtigten von Wimmis beliessen an der Gemeindeversammlung den Steuerfuss auf 1,62 Einheiten, verabschiedeten zwei Lehrkräfte und wurden vom Samichlous überrascht.

Von den 98 (5,3 Prozent) anwesenden Stimmberechtigten votierten 58 für Beibehaltung des Steuerfusses in Wimmis.
Von den 98 (5,3 Prozent) anwesenden Stimmberechtigten votierten 58 für Beibehaltung des Steuerfusses in Wimmis.
Peter Rothacher

Soll die Gemeinde den Steuerfuss senken, oder sollen bei gleichbleibendem Ansatz von 1,62 Einheiten gewisse Investitionen getätigt werden, die aus finanziellen Gründen eher nicht oder erst viel später möglich sind? Diese Frage hatte der Gemeinderat im Vorgang zur Gemeindeversammlung den Stimmbürgern gestellt. Die Antwort des Souveräns fiel eindeutig aus: Von den 98 (5,3 Prozent) anwesenden Stimmberechtigten votierten 58 für Beibehaltung des Steuerfusses.

Die Ergebnisse des Finanzplanes 2020 bis 2023, vorgestellt von Gemeindeverwalter Beat Schneider, sind erfreulich. Ab 2020 sind im Gesamthaushalt Ertragsüberschüsse vorgesehen, die sich bis 2023 total auf 830'000 Franken belaufen. Laut Finanzplan würde der Bilanzüberschuss Ende 2023 rund 3,5 Millionen Franken betragen, das Eigenkapital entspricht somit 12 Steuerzehntel. In der Planungsphase sind Investitionen von 6,8 Millionen Franken vorgesehen, die vorwiegend der Erneuerung der bestehenden Infrastruktur dienen sollen. Die Finanzkennzahlen bestätigen die erfreuliche finanzielle Situation der Gemeinde.

Steuersatz bleibt

Trotz der guten Zahlen des Finanzplanes wollte eine Mehrheit nichts von einer Steuersenkung wissen. Der Gemeinderat hatte im Vorfeld zwei Varianten fürs Budget ausgearbeitet. Variante A (Steueranlage 1,62) sah Spielraum von 130000 Franken für etwas mehr Dienstleistungen und Infrastruktur vor, während Variante B mit einem reduzierten Steuersatz von 1,57 Einheiten rechnete.

Deutliches Plus

Beim nun genehmigten Budget rechnet die Gemeinde im Gesamthaushalt mit einem Einnahmenüberschuss von 124700 Franken, dies dank positiven Zahlen der Spezialfinanzierungen Feuerwehr (+30'600 Franken), Wasserversorgung (+25'900 Franken) und Wärmeverbund (+91'000 Franken). Die Spezialfinanzierungen Abwasser und Abfall sehen 2019 ein Minus von je gut 10'000 Franken vor.

Steuergünstigste Gemeinde

Obwohl die Gemeindeversammlung die Steuern nicht senken wollte, ist das Dorf am Niesen mit seinen 2547 Einwohnern nach wie vor die steuergünstigste Gemeinde im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental: Wimmis 1,62; Oberwil mit 1,64, Krattigen und Spiez mit 1,65 sind die Spitzenreiter. Lenk (1,94) und Adelboden (1,99) bilden die Schlusslichter.

Gemeindepräsident Peter Schmid verabschiedete auf humorvolle Art zwei Lehrkräfte, die über 40 Jahre lang in Wimmis unterrichtet hatten: Brigitte Raaflaub und Heiner Graber wurde mit einem langen Applaus für ihre Arbeit gedankt.

Spiegel für Gemeinderat

Als alle dachten, dass die Versammlung nach knapp einer Stunde zu Ende sei, trat unerwartet ein Samichlous auf. Der Spiezer Clown Lukas Böss erntete viele Lacher von der Versammlung, als er den Gemeinderäten den Spiegel vorhielt.

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