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Steffen Nischan neu im Gemeinderat

Der 36-jährige Steffen Nischan wurde still in den Gsteiger Gemeinderat gewählt. Er löst Marietta Jaggi (63) ab, die nicht zur Wiederwahl antrat.

Steffen Nischan ist neu gewählter Gemeinderat.
Steffen Nischan ist neu gewählter Gemeinderat.
PD / Blanca Burri

In der Gemeinde Gsteig am äussersten Westzipfel des Oberlands kommt es praktisch jedes Jahr zu Teilerneuerungswahlen. Es steht also nie das gesamte Exekutivgremium in Form einer Gesamterneuerungswahl zur Debatte – womit meist auch gewährleistet ist, dass langjähriges Know-how und ebensolche Erfahrung durch eine Gesamt(neu)wahl nicht einfach wegbrechen kann.

Heuer sind es Marietta Jaggi-Schmid (63), Feutersoey, und Ernst Reichenbach (60), Feuters­oey, die zur Wiederwahl antreten – oder es zumindest könnten. Denn Marietta Jaggi, die acht Jahre im Gemeinderat (Ressort Soziales) dabei war, verzichtet unter anderem aus Altersgründen, sich nochmals zur Verfügung zu stellen. 4 Jahre hätte sie noch können. Erst vor 3 Jahren hat Gsteig sein Organisationsreglement dahin geändert, dass nun statt der 8 Jahre Amtszeit deren 12 möglich sind.

Marietta Jaggi-Schmid trat nicht mehr an, Ernst Reichenbach stellte sich der Wiederwahl. Foto: PD
Marietta Jaggi-Schmid trat nicht mehr an, Ernst Reichenbach stellte sich der Wiederwahl. Foto: PD

Steffen Nischan in stiller Wahl gewählt

Die Wahlausschreibung bis Ende August hat Früchte getragen. Bis zu diesem Termin wurde für den 36-jährigen Steffen Nischan, Gsteig, eine Kandidatur eingereicht.

Weil für diese Wahl nicht mehr Wahlvorschläge eingelangt sind, als es Stellen zu besetzen gibt, konnte der Gemeinderat reglementsgemäss Steffen Nischan im stillen Wahlverfahren als bis Ende 2023 gewählt erklären. Er wird sein Amt am 1. Januar des neuen Jahres antreten können. Die Ressortverteilung wird an der ersten Sitzung im Jahr 2020 erfolgen.

Hotellerie, Autobranche und Getränkehandel

Steffen Nischan stammt aus Deutschland – «100 km südlich von Berlin», wie er sagt. Er ist kaufmännisch ausgebildet und hat in mehreren Hotels Erfahrungen gesammelt. Schon nach der Lehre kam er ins Saanenland. Unter anderem hat er zehn Jahre in der Autobranche für die Garage Pichler AG in Feutersoey gearbeitet – die letzten vier Jahre als Geschäftsführer. Dann wechselte er im Februar dieses Jahres in die Schmid Früchte, Gemüse und Getränke AG nach Saanen, wo er nun im Büro tätig ist und unter anderem mit Einkauf und Verkauf zu tun hat.

«Man ist in Gsteig nicht parteilich gebunden. Es geht um Sach- und nicht um Parteipolitik.»

Steffen Nischan, im stillen Wahlverfahren neu gewählter Gemeinderat von Gsteig

Nischan ist verheiratet, Vater eines 4-jährigen Kindes – und in Erwartung des zweiten, das im Oktober oder November auf die Welt kommen soll. Was ihm, der seit sieben Jahren in der Gemeinde wohnhaft ist und im Juli 2018 das Schweizer Bürgerrecht erhielt, an Gsteig gefällt: «Man ist nicht parteilich gebunden. Es geht um Sach- und nicht um Parteipolitik.» Er möchte mithelfen, die Gemeinde vorwärtszubringen. Allerdings: Gerade so auf Anhieb könne er nicht sagen, was in Gsteig geändert werden könnte oder müsste.

Weiterhin zur Verfügung steht Ernst Reichenbach, beruflich als Sägereivorarbeiter tätig. Der Ressortverantwortliche Öffentliche Sicherheit hat 4 Jahre im Gemeinderat gewirkt und möchte gerne eine weitere Legislatur anhängen. Wegen einer internen Panne auf der Gemeindeverwaltung erfolgte die Wahlausschreibung für ihn aber nicht gleichzeitig mit jener von Marietta Jaggi. Hier lautet die Ausgangslage wie folgt: «Er gilt gemäss Urnenwahlreglement als vorgeschlagen», erklärt Gemeindeschreiber Paul Reichenbach. Das heisst: «Ohne einen weiteren Wahlvorschlag bis 11. Oktober würde er vom Gemeinderat in stiller Wahl wiedergewählt.» Wenn es zu weiteren Vorschlägen kommen sollte, würde die Urnenwahl auf den 1. Dezember angesetzt.

Nächstes Jahr stehen gleich 5 Gsteiger Gemeinderatsmitglieder zur Wiederwahl. Es sind dies Gemeinde- und Gemeinderatspräsident Markus Willen (Ressort Finanzen und Gemeindepolizei; acht Jahre als Präsident im Amt), Gemeinde- und Gemeinderatsvizepräsident Tom Schild (Liegenschaften; acht Jahre), Simon Graa (Schule; 8 Jahre), Barbara Kernen (Gesundheit und Friedhof; 4 Jahre) und Urs von Siebenthal (Bauwesen sowie Land- und Forstwirtschaft; 8 Jahre). Bei Toni Bühler (Verkehr und Strassen) ist es erst in 3 Jahren mit der Wiederwahl so weit, bei Hannes Schopfer (Wasser, Abwasser und Kehricht) in 2 Jahren.

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