Startschuss für die neue Eggli-Gondelbahn

Gstaad

Nach erfolgreichem erstem Winterbetrieb der neuen Saanerslochbahn nehmen die Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) am Eggli ihr nächstes Grossprojekt in Angriff.

Feiern den Spatenstich für die neue Egglibahn (v.r.): Geschäftsleiter Matthias In-Albon, Verwaltungsrats- präsident Heinz Brand sowie Michael de Picciotto und Diana D’Hendecourt (SPE Gstaad AG).

Feiern den Spatenstich für die neue Egglibahn (v.r.): Geschäftsleiter Matthias In-Albon, Verwaltungsrats- präsident Heinz Brand sowie Michael de Picciotto und Diana D’Hendecourt (SPE Gstaad AG).

(Bild: PD)

Bruno Petroni

Am Donnerstag fiel der Startschuss zur neuen Eggli-Bahn – einer Bahn, die noch vor fünf Jahren aufgrund einer zweiten existierenden Zubringerbahn von Saanen aufs Eggli vor ihrem Ende stand und jetzt neuen Aufschwung erhält. Bis zur Eröffnung im 21. Dezember werden hier elf Zwischenstützen und Stations-Stahlelemente zu einer modernen Bahn mit 20 Designgondeln verbaut.

«Von den 1800 Kubikmetern Stahlbeton werden wir weniger als ein Zehntel mit dem Hubschrauber an den Verwendungsplatz fliegen müssen. Der Rest wird ausnahmslos am Boden an Ort und Stelle transportiert», erklärt BDG-Geschäftsleiter Matthias In-Albon. Bereits beim Abbau der alten Bahn wurden rund 2000 Tonnen Material wegtransportiert; der Bauaushub beträgt 8300 Kubikmeter.

Die neue 15-Millionen-Gondelbahn wird weltweit die erste solche mit den modernen, zehn Fahrgäste fassenden, von Porsche designten Panoramakabinen. Ein neuartiges Federungssystem und ein stufenloser Einstieg in die Kabinen sollen den Gästen künftig die Bergfahrt angenehmer gestalten.

Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde können auf der Länge von knapp 1,5 Kilometern und über die 500 Höhenmeter stündlich 1000 Personen befördert werden (Fahrzeit 5 Minuten).

Grosszügige Unterstützung

Verwaltungsratspräsident Heinz Brand bemerkt, die Realisation der Bauvorhaben auf dem Eggli sei nur dank der Unterstützung der Société pour la Préservation de l’Eggli (SPE Gstaad AG) möglich, welche aus acht gut betuchten Gstaader Gründungsmitgliedern besteht.

«Ich danke dem Club de Luge und der SPE Gstaad AG für ihre Zusammenarbeit und Unterstützung.» Tatsächlich finanziert die SPE Gstaad AG den Neubau der Bergbahn mit einem à-fonds-perdu-Betrag von 8 Millionen Franken. Weiter wird die BDG fix mit 3,25 Millionen für das neue Berghaus aufkommen und bekommt dafür das ganze Untere Geschoss, dessen Grundriss in etwa gleich gross wird wie beim alten Berghaus.

«Von den 1800 Kubikmetern Stahl-beton werden wir weniger als ein Zehntel mit dem Helikopter fliegen müssen.»Matthias In-AlbonBDG-Direktor und SchweizerSeilbahner des Jahres 2019

Der Rest der Kosten übernimmt die SPE Gstaad AG. Laut Geschäftsleiter Matthias In-Albon wird das Obergeschoss von der SPE Gstaad AG für Anlässe des Clubs de Luge genutzt. Über die Gesamtkosten für das Berghaus herrscht Stillschweigen, dürfte aber im Bereich eines zweistelligen Millionenbetrags liegen.

Das neue Bergrestaurant Eggli soll Ende 2020 eröffnet werden. Matthias In-Albon macht auch auf das Bautagebuch aufmerksam, in welchem jedermann via Internet das Neuste rund um den Neubau erfährt. Auf den kommenden Winter kündigt der Geschäftsleiter überdies ein dynamisches Preisangebot an, ähnlich wie es in der Luftfahrtbranche schon seit längerer Zeit angewendet wird. Mehr darüber wird die BDG nächstens veröffentlichen.

Berner Oberländer

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