Spenden retteten das Augenlicht

Dank Spenden aus dem Berner Oberland in Höhe von 64'720 Franken an die Christoffel-Blindenmission konnten letztes Jahr 1294 Operationen des grauen Stars bei Menschen in Entwicklungsgebieten durch­geführt werden.

Familie Swai aus Tansania ist glücklich über die erfolgreiche Operation (v. l.): Stella (9), Joel (4), Mutter Isaria und ihr Baby Zacharia.<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

Familie Swai aus Tansania ist glücklich über die erfolgreiche Operation (v. l.): Stella (9), Joel (4), Mutter Isaria und ihr Baby Zacharia.

(Bild: zvg)

Die Einwohnerinnen und Einwohner des Berner Oberlands vertrauten im Jahr 2016 64 720 Franken der Christoffel-Blindenmission (CBM) an. «Dieser Betrag entspricht 1294 Operationen des grauen Stars, die erblindeten Menschen in Armutsgebieten die Sehkraft zurückgebracht haben», heisst es in einer Mitteilung des Hilfswerks.

Von den weltweit 39 Millionen blinden Menschen lebten rund 90 Prozent in den Armutsgebieten. Von ihnen sei jeder Zweite am grauen Star er­blindet. «Dabei wäre gerade diese Krankheit heilbar», so die CBM. Die alte, trübe Linse zu entfernen und eine künstliche einzusetzen, koste vor Ort umgerechnet nur 50 Franken.

«Die alte, trübe Linse zu entfernen und eine künstliche einzusetzen, kostet vor Ort umgerechnet nur 50 Franken.»Christoffel-Blindenmission

Diese Routineope­ration, die betroffene Personen wieder sehen lässt, dauere lediglich fünfzehn Minuten. «Jedoch können sich in Armut lebende ­Familien einen solchen Eingriff nicht leisten», schreibt die CBM, die nach eigenen Angaben dank Spenden im vergangenen Jahr weltweit 638'000 Augenoperationen ermöglichte.

Geschichte von Familie Swai

Ihr Augenlicht wieder erhalten hätten auch die Kinder der Familie Swai aus Tansania. «Alle drei Kinder waren am grauen Star erkrankt. Der vierjährige Joel wagte allein keinen Schritt, und die neunjährige Tochter Stella erkannte an der Wandtafel nichts mehr, weshalb sie in der Schule den Anschluss verlor», berichtet die Hilfsorganisation.

Als die Mutter gehört habe, dass an der CBM-geförderten Klinik in Mo­shi auch mittellose Familien augenmedizinische Hilfe erhielten, sei Hoffnung aufgeflammt. Irgendwie habe sie es geschafft, das Geld für die Fahrt ins Spital zusammenzukratzen, wo ihre Kinder dann erfolgreich operiert worden seien.

«Ich bin überglücklich und auf ewig dankbar!», wird die Mutter von dem Hilfswerk zitiert. Auch die CBM dankt allen Spendern im Berner Oberland für ihre grosse Unterstützung im vergangenen Jahr.

Infos: www.cbmswiss.ch

pd

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