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Siloballen in der Nacht vom Feld gestohlen

Bauer Hans­ruedi Aemmer aus Matten ist verärgert. Ihm wurde in der Nacht auf Donnerstag eine gepresste Siloballe beim Interlakner Ostbahnhof gestohlen.

Mit diesem Traktor samt Ladewagen sammelte Bauer Hansruedi Aemmer diese Woche auf der Wiese beim Ostbahnhof Interlaken die Siloballen ein
Mit diesem Traktor samt Ladewagen sammelte Bauer Hansruedi Aemmer diese Woche auf der Wiese beim Ostbahnhof Interlaken die Siloballen ein
Hansruedi Aemmer

«Ich kann es auch heute noch nicht glauben», sagte Bauer Hansruedi Aemmer aus Matten am Freitag auf Anfrage. Dass jemand über Nacht eine seiner acht selbst gepressten Siloballen von der Wiese beim Interlakner Ostbahnhof entwendet habe, sei einfach «himmeltraurig», enerviert sich Aemmer.

Luft hat sich der Landwirt, zusammen mit seiner Frau Michaela Inhaber der Pferdepension Juheifarm in Matten, mit einer Mitteilung auf seinem Facebook-Profil gemacht – und die Kommentare fielen entsprechend aus.

Diebstahl auch im Jahr 2017

«Es ist nicht das erste Mal, dass mir Siloballen gestohlen wurden», sagt Aemmer. Im Sommer letzten Jahres seien ihm auf der Wiese beim ehemaligen Militärflugplatz Interlaken bereits zwei Ballen gestohlen worden.

Es sei in diesem Jahr schon schwierig genug, genügend Futter für seine 15 Pferde und 34 Kühe zu beschaffen, da infolge des heissen Sommers die Ernte kleiner ausfalle als in den Jahren zuvor. Im Gegensatz zu 2017, als Aemmers rund 220 Siloballen pressen konnten, liegt die Produktion derzeit bei circa 110 Stück.

«Es ist nicht das erste Mal, dass mir Siloballen ge­stohlen wurden.»

Hansruedi Aemmer

«Jetzt kommen höchstens noch sechzig oder siebzig Ballen dazu», rechnet Aemmer vor. Der Jahresertrag dürfte demnach unter 200 Stück liegen. «Wir mussten auch bereits 36 Siloballen kaufen, damit die Tiere genug zu fressen haben, denn wir be­nötigen allein für die Kühe anderthalb Ballen pro Tag», sagt Aemmer.

Geräte kamen weg

Doch nicht nur gepresstes Heu wird gestohlen, sondern vor einigen Jahren war Bauer Aemmer Opfer eines anderen Diebstahles. «Innert vier Wochen kamen ganze vier Viehhütergeräte weg, was uns dazu bewog, einen Sender in die Geräte einzubauen. Seither haben wir Ruhe», sagt Aemmer.

Den jüngsten Diebstahl hat er der Kantonspolizei gemeldet. Selber hat er bei sachdienlichen Hinweisen zur Täterschaft eine Belohnung von 100 Franken ausgesetzt. «So viel kostet ungefähr eine Siloballe», sagt Aemmer.

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