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Sie gilt als wahres Wunderkind

Mit der Verpflichtung von Alma Deutscher ist den Organisatoren der Classics ein besonderer Coup gelungen. Die 13-jährige Engländerin wird mit Mozart verglichen.

Am Ostersonntag, 21. April, spielt Alma Deutscher im Kursaal Interlaken ihr Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur.
Am Ostersonntag, 21. April, spielt Alma Deutscher im Kursaal Interlaken ihr Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur.
PD

«Für Interlaken Classics ist Alma Deutscher eine besondere Künstlerin, die hervorragend ins Format passt; unser Festivalorchester und wir alle freuen uns auf ihren Auftritt», sagt Nando von Allmen. Der Geschäftsführer der Interlaken Classics ist überzeugt: «Konzerte sind für junge Künstler Inspiration und Motivation.» Dabei müsse man sich immer bewusst sein, dass «ein Wunderkind nicht vom Himmel fällt». Die Karriere jedes Künstlers sei mit viel Aufwand verbunden. Und ein Konzert auf der grossen Bühne sei «der Lohn für harte Arbeit».

Ja, auch das Wunderkind Alma Deutscher ist nicht vom Himmel gefallen. Und trotzdem: Die dreizehnjährige Engländerin verfügt über ein Können, das nicht nur mit Übungsfleiss erklärbar ist – und zwar als Komponistin, Pianistin und Violinistin. Doch wer ist dieses Wunderkind, das der renommierte Dirigent Simon Rattle als «eine Naturgewalt» bezeichnete und wie viele andere Experten sogar mit Mozart verglich?

Ihre Mutter, die ausgebildete Organistin Janie Steen, und ihr Vater, der Flötist und Sprachwissenschaftler Guy Deutscher, merkten früh, dass ihre Tochter anders ist. Als Fünfjährige statuierte sie: «Ich will nie zur Schule gehen. Ich muss nach draussen gehen an die frische Luft und lesen.»

Mit dem Klavierspiel begann Alma bereits im Alter von zwei Jahren, die Violine erlernte sie mit drei Jahren. Sehr bald fing sie mit Improvisationen simpler Melodien an, und mit vier Jahren machte sie sich daran, eine Oper über einen Piraten namens «Don Alonzo» zu komponieren. Mit sechs folgte ihre erste komplette Klaviersonate und mit sieben die kurze Oper «The Sweeper of Dreams» (Der Traumfeger). Ihre erste Oper in voller Länge, «Cinderella», komponierte Alma mit gerade einmal zehn Jahren.

«Ich will Alma sein»

Inzwischen gehört Alma Deutscher zu den Stars auf vielen Bühnen der ganzen Welt und ist auch gern gesehener Gast in TV-Studios. Was meint Alma selber zu den Lobeshymnen und zum Vergleich mit Mozart? «Ich möchte nicht wirklich ein kleiner Mozart sein, denn dann würde ich einfach komponieren, was er schon komponiert hat. Das wäre langweilig. Ich will Alma sein, eine kleine Alma.»

Alma schreibt bewusst «schöne» Musik in Anlehnung an die alten Meister. Sie sagt: «Hässlichkeit gibt es schon genug auf der Welt, da muss ich nicht hässliche Musik hinzufügen.» Und was hält sie von Popmusik? «Ich höre diese Musik nicht so oft, weil sie sehr laut ist und meinen Ohren wehtut.»

pd/aka

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