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Saxetbach: Tränen für die 21 Opfer

In einer schlichten einstündigen Gedenkfeier begingen 90 Personen den 20. Jahrestag des Canyoningunglücks im Saxetbach. Alt-Bundesrat Adolf Ogi: «Wir haben nie vergessen, was passiert ist.»

Die Überlebende Tiffany Johnson aus Australien singt den ergreifenden Song «Angel».
Die Überlebende Tiffany Johnson aus Australien singt den ergreifenden Song «Angel».
Bruno Petroni
Der damalige Bundesrat Adolf Ogi spricht zu den Anwesenden.
Der damalige Bundesrat Adolf Ogi spricht zu den Anwesenden.
Bruno Petroni
Die Wilderswiler Gemeindepräsidentin Marianna Lehmann mit der australischen Botschafterin Lynette Wood.
Die Wilderswiler Gemeindepräsidentin Marianna Lehmann mit der australischen Botschafterin Lynette Wood.
Bruno Petroni
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Hühnerhaut, starre Blicke und Tränen waren vielfach auszumachen, als Tiffany Johnson das Lied «Angel» in den Sytiwald hinaus sang. Diese Regungen verstärkten sich bei den 90 Anwesenden noch, als sie die ergreifende Geschichte einer weiteren Überlebenden des Canyonunglücks im Saxetbach vor genau 20 Jahren hörten – von Rachel Pellow: «Das Unglück hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich bin jeden Tag zutiefst dankbar, dass ich noch lebe und jetzt gar Mutter sein darf.»

An der Gedenkfeier zum 20. Jahrestag der Saxetbach-Tragödie mit 21 Todesopfern waren unter anderem die australische Botschafterin Lynette Wood, Generalkonsulatin Natalie Grant, ihr Vorgänger Malcolm Skelly, die Wilderswiler Gemeindepräsidentin Marianna Lehmann, Interlakens Gemeindepräsident Urs Graf, TOI-Direktor Daniel Sulzer, Regierungsstatthalter Martin Künzi und Alt-Bundesrat Adolf Ogi anwesend. Oder einfach nur Menschen, die dem Verlust ihrer 21 jungen Mitmenschen ein würdiges Andenken widmeten.

In seiner kurzen Rede sagte Adolf Ogi zu den 45 extra aus Australien angereisten Angehörigen, Überlebenden und Freunden: «Ich kann mir vorstellen, wie hart es für euch ist, hierher zurückzukehren. Wir Schweizer haben nie vergessen, was passiert ist und viele Konsequenzen daraus gezogen.» Ogis abschliessende Verneigung vor dem mit allen 21 Namen versehenen Gedenkstein gab dem Anlass die verdiente Würde und Grösse.

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