Rund 200'000 Gäste am Niesen befördert

Spiez

Trotz intensiver Bauarbeiten verzeichnete die Niesenbahnin Spiez im Jahr 2018 mit 198'998 Fahrgästen das zweitbeste Ergebnis.

Immer auf stabilem Grund: Die Niesenbahn fährt bergwärts.

Immer auf stabilem Grund: Die Niesenbahn fährt bergwärts.

(Bild: Guido Lauper)

«2018 verzeichnen wir wiederum ein hervorragendes Geschäftsjahr», freute sich Verwaltungsratspräsident Daniel Fischer an der Generalversammlung vor 500 Aktionären und Gästen im Spiezer Gemeindezentrum Lötschberg.

Im Jahresbericht begründete Fischer den Erfolg «mit stabilem Wetter im Sommer, tollen Abendanlässen und generell einer sehr hohe Anzahl von gut bis sehr gut frequentierten Tagen. Konkret beförderte die Niesenbahn – Berg- und Talfahrten zusammengezählt – 198'998 Gäste, was rund 100'000 Gästen im Berghaus entspricht.

Damit lagen die Frequenzen leicht unter dem Rekord von 2016 mit 212'824 beförderten Personen. «90 Prozent davon kamen aus der Schweiz», präzisierte Geschäftsführer Urs Wohler. Bei 200 Personen Förderleistung pro Stunde und pro Richtung sei Massentourismus gar nicht möglich.

Umsatz gesunken

Durch die überdurchschnittlich gestiegenen Frequenzen sank der Umsatz pro Gast von 60 im Jahr zuvor auf 57 Franken. Den Gesamtumsatz von 5,626 Millionen Franken erreichte die Niesenbahn AG zu 53,6 Prozent durch den Bahnbetrieb, zu 46,4 Prozent durch das Berghaus. Bei einer Marge von 23,5 Prozent zum fünften Mal in Folge ergab der Cashflow 1,321 Millionen.

Dividende ausgeschüttet

Als Zeichen gesunder Finanzen folgte die Versammlung dem verwaltungsrätlichen Antrag, wiederum eine Dividende von 5 Prozent an das Prioritätsaktienkapital und 4 Prozent an das Stammaktienkapital auszurichten.

Zu den Erfahrungen der ersten Tage nach Eröffnung des erweiterten Berghauses befragt, sagte Maria Hari, Leiterin Gastrobetrieb: «Es gibt noch einiges zu tun, bis alles rund läuft.» Dringend suchen sie und die Geschäftsführung flexible Sevicefachangestellte für die Betreuung von Übernachtungsgästen, «damit wir den Betrieb stabil halten können», wie sich Urs Wohler ausdrückte.

Ohne Engagement gehts nicht

Dabei bedankte er sich ausdrücklich bei allen, durchwegs engagierten Mitarbeitenden: «Ohne sie geht gar nichts auf dem Berg.» Nebst dem kürzlich abgeschlossenen Neu- und Ausbau des Berghauses erwähnte Daniel Fischer im Jahresbericht die Weiterentwicklung und Erneuerung des Vertrages mit Armasuisse betreffend «Transportleistungen und Winterbetrieb» bis 2027, engagierte Arbeiten zur Weiterentwicklung von Kader und Mitarbeitenden und konzeptionelle Überlegungen zur Weiterentwicklung des Marketings.

Zahlreiche Arbeiten

Zu den Unterhaltsarbeiten an Wanderwegen und Trasse zählte die Sanierung der Kreuzung der ersten Sektion (wir berichteten) und Forstarbeiten im Schutzwald zusammen mit der Abteilung Naturgefahren. Grössere Schäden hatte die Niesenbahn durch Naturereignisse zu beheben.

Den Wiederaufbau von 400 Metern Stromleitung nach den Stürmen Burglind, Evi und Friederike. Die Leitung soll in den nächsten Jahren in den Boden verlegt werden. Und im August verursachten Blitzeinschläge Schäden von 50'000 Franken an elektrischen und elektronischen Anlagen.

Berner Oberländer

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