Lenk

Ortsbus kann ab Juli gratis benutzt werden

LenkAb 1. Juli fahren Einheimische und übernachtende Gäste gratis an der Lenk mit dem Ortsbus. Damit wird ein Projekt im Rahmen von «FIT 2020», das sich für eine Verbesserung der ÖV-Situation starkgemacht hat, umgesetzt.

Gäste und Einheimische können ab dem 1. Juli gratis mit dem Lenk Bus fahren.

Gäste und Einheimische können ab dem 1. Juli gratis mit dem Lenk Bus fahren. Bild: zvg/Lenk Simmental Tourismus

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Die Tourismusverantwortlichen an der Lenk stellen schon seit längerer Zeit fest, dass die Gäste ­erwarten, den Ortsverkehr ohne Aufpreis benutzen zu können. In der Schweiz und im nahen Ausland gehört dies teilweise schon zum Standard. An der Lenk wurde das Projekt im Rahmen von «FIT 2020 Verbesserung ÖV-Situation» entwickelt.

Das Angebot sieht ab 1. Juli die Gratisbenützung des Ortsbusses für Einheimische und übernachtende Gäste vor. Lenk Tourismus zählt weitere Vortelie auf:Durch die Inkludierung wird der Individualverkehr abnehmen und tendenziell zur gewünschten Entlastung des Dorfkerns beitragen.

Es hat positive Auswirkungen auf weitere Verbesserungen im Ort wie die geplante Dorfkerngestaltung, eine verbesserte Fussgängerführung, die Verbesserung der Parkplatzverfügbarkeit.

Die Linien Simmenfälle, Bühlberg und Iffigenalp lassen sich gut mit Wanderungen kombinieren. Die Lenk kann ausserhalb der Betriebszeiten der Bergbahnen Alternativen anbieten.

Ob in einem nächsten Entwicklungsschritt die Laubbärgli-Linie ebenfalls integriert werden kann, ist noch offen. Zuerst müssen während der ersten Vertragsperiode von 18 Monaten in betrieblicher und finanzieller Hinsicht Erfahrungen gesammelt werden.

Entscheidung am 13. Juni

Schon zu Beginn der Planung war es für den Vertreter der Gemeinde Lenk klar, dass auch die einheimische Bevölkerung von dieser Entwicklung profitieren sollte. «Der Wohnstandort Lenk wird mit dieser Inkludierung für Einheimische attraktiver, und die Entwicklung trägt zu einer besseren Auslastung der Buslinien bei», sagt etwa Albert Kruker, Direktor Lenk-Simmental Tourismus: «Wir arbeiten nun schon vier Jahre an diesem Entwicklungsschritt. Ich bin stolz, dass eine Umsetzung auf diesen Sommer möglich ist.»

Daneben kommt der Ort dem Umweltgedanken nach. Voraussetzung für dieses Angebot für die Einheimischen ist die Ge­nehmigung des Geschäftes an der Gemeindeversammlung vom 13. Juni.

Als Ausweis für die Busbenützung dient die Simmental Card. Diese wird den Gästen als Gästekarte im Hotel bei ihrer Anreise abgegeben oder mit der Kurtaxenrechnung den Ferienwohnungsbesitzern verschickt. Einheimische mit Wohnsitz an der Lenk sollen die Simmental Card als persönlichen Ausweis erhalten. ?

Kurtaxen-Erhöhung

Das Angebot wird zu je 20 Prozent von den Lenk-Bergbahnen, der Gemeinde Lenk, den professionellen Beherbergern, den Pauschalkurtaxen zahlenden Ferienwohnungsbesitzer sowie durch Einsparungen bei Lenk-Simmental Tourismus finanziert.

Für die pauschalen Kurtaxen bedeutet dies eine Erhöhung pro Wohnungskategorie von 10 Prozent (heuer nur die Hälfte, da erst ab 1. Juli gültig), die Einzelkurtaxe wird in den Hotels und bewirtschafteten Ferienwohnungen von 3.30 auf 4 Franken erhöht, bei den Gästen in Gruppenunterkünften, Alphütten und auf Campingplätzen von 2.10 auf 2.50 Franken. Gäste im Alter von 6 bis 16 Jahren zahlen wie bis anhin den halben Ansatz.

An der Generalversammlung vom 16. März hat der national tätige Verein Bus alpin Lenk-Simmental als 14. Regionsmitglied aufgenommen. Die Mitgliedschaft bei Bus alpin unterstützt die Bestrebungen, den öffentlichen Verkehr zu stärken, zusätzlich, vermeldet Lenk-Simmental Tourismus (LST). Das Hauptaugenmerk der Bus-alpin-Mitgliedschaft gilt der Linie Lenk–Iffi­gen­alp, die nicht von öffentlichen Abgeltungen profitieren kann.

Die Iffigenalp ist Ausgangspunkt für Wanderausflüge im Naturschutzgebiet Gelten-Iffigen und Wanderungen im Gebiet Schnidejoch-Rawilpass-Wildstrubel. Mit dieser Partnerschaft will LST die Frequenzen entlang der Linie steigern, etwa indem das Angebot längerfristig optimiert oder touristische Angebote mit dem Bus verknüpft werden. (sp/pd)

Erstellt: 29.05.2017, 17:38 Uhr

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