Ort der Bildung und Begegnung für alle

Interlaken

Die Aula der Schulanlage Alpenstrasse soll saniert und mit einem Erweiterungsbau ergänzt werden. Geschätzte Kosten: 18 Millionen Franken. Das Siegerprojekt ist derzeit ausgestellt.

Eine Zukunftsvision: So soll die Aula der Schulanlage Alpenstrasse mit dem Zwischenbau einmal aussehen.

Eine Zukunftsvision: So soll die Aula der Schulanlage Alpenstrasse mit dem Zwischenbau einmal aussehen.

(Bild: PD)

«Das hat uns wirklich überzeugt», sagte die Interlakner Gemeinderätin Sabina Stör. Gemeint ist das Siegerprojekt für die Erweiterung der Schulanlage-Aula Alpenstrasse. Die Vision «Gemeinsam unter einem Dach» für die Nutzung durch die Schule, die Bibliothek, die Ludothek, die Volkshochschule und durch lokale Vereine hätten die Buchner Bründler Architekten aus Basel optimal umgesetzt.

«Das Projekt schafft es bestens, sowohl die Schulräume wie auch den breiten Nutzen für die lokale Bevölkerung auf passende und spannende Art weiterzuentwickeln», erklärte Sabina Stör.

Am Sonntag konnten interessierte Bödelibewohnerinnen und -bewohner im grossen Saal der Aula die Modelle und Pläne der insgesamt sechs an der Studie beteiligten Architekturteams besichtigen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 3. November. Zudem sind die Pläne in den Vitrinen der Aula von aussen einsehbar.

Erhalt und Erweiterungsbau

Die Optionen waren entweder Abbruch und Neubau der Aula Alpenstrasse oder deren Erhalt und Sanierung plus ein Erweiterungsbau. Stör: «Aus architektonischer Sicht ist das bestehende Gebäude erhaltenswert. Mit dieser Substanz geht das Siegerprojekt angemessen um.»

Ein Neubau auf der Westseite soll die Anfang der 1960er-Jahre erbaute Anlage ergänzen und mit seiner Dreiecksform die verfügbare Fläche optimal ausnutzen. Der Zugang von der Höhematte aus öffnet den Gebäudekomplex zum Zentrum von Interlaken hin. Und der Zwischenbau ermöglicht allen Beteiligten eine breitgefächerte Nutzung.

«Man schafft einen zentralen Ort mit Ausstrahlung, mit Angeboten für Bildung und Begegnung auch der erwachsenen Bevölkerung.»Sabina Stör, Gemeinderätin Interlaken, zum Siegerprojekt Erweiterung Aula der Schulanlage Alpenstrasse

«Dies wird ein Gebäude sein, das wahrgenommen wird. Man schafft einen zentralen Ort mit Ausstrahlung, mit Angeboten für Bildung und Begegnung auch der erwachsenen Bevölkerung», so Stör.

Im Erdgeschoss des Neubaus entstehen moderne Räume für die Bibliothek und die Ludothek sowie ein zentraler Empfang, der auch der Volkshochschule dient. Deren Kursräume will man im zweiten Obergeschoss einrichten. Das erste OG soll Räume für die Schule inklusive Spezialunterricht beherbergen, beispielsweise für Kurse in Psychomotorik.

Vielseitige, flexible Nutzung

Der bestehende Hauptsaal wird heutigen Bedürfnissen angepasst. Die kleine Aula im Erdgeschoss wird in ein grosszügiges Foyer mit einer Cateringküche umgebaut. Deren Nutzung soll auch für die lokalen Vereine interessant werden.

«Das Projekt erlaubt durch die optimale Umsetzung der Nutzerbedürfnisse einen flexiblen, von Synergien geprägten und kosteneffizienten Betrieb», heisst es in der im Interlakner Anzeiger publizierten Gemeindeinfo.

«Es handelt sich bei dem Siegerprojekt um ein Richtprojekt», erklärt Sabina Stör. Es sei noch nicht baueingabebereit und müsse noch weiterentwickelt werden. «So ist etwa die Frage des Parkierens rund um das Gebäude noch nicht geklärt.» Es habe sich jedoch bereits gezeigt, dass man die Kostenziele von etwa 18 Millionen Franken – plus/minus 30 Prozent – einhalten könne, erklärte Stör.

Öffnungszeiten der Ausstellung in der Aula Alpenstrasse: Freitag, 1. November, 18 bis 20 Uhr; Samstag, 2. November, 10 bis 12 Uhr; Sonntag, 3. November, 15 bis 17 Uhr.

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