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«Oberflächlich betrachtet sieht der Strompreis immer schlecht aus»

«Direkte Preisvergleiche zwischen Energieunternehmen hinken», sagt Peter Wälchli. Im Interview erklärt der Geschäfts- führer der EWL Genossenschaft, warum der Strom in Lauterbrunnen zum teuersten im Kanton gehört.

2016 vergrössern sich die Unterschiede bei den Strompreisen weiter. Der Kanton Bern steht im schweizweiten Vergleich schlecht da.
2016 vergrössern sich die Unterschiede bei den Strompreisen weiter. Der Kanton Bern steht im schweizweiten Vergleich schlecht da.
Keystone
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In Niederbipp zahlt eine Familie in einer 5-Zimmerwohnung 16 Rappen pro Kilowattstunde Strom. Die EWL Genossenschaft verlangt 26.63 Rappen – Peter Wälchli, wie erklären Sie Ihren Kunden diesen happigen Unterschied? Peter Wälchli: Der Preisvergleich zwischen den Gemeinden basiert jeweils auf einem Wert eines Musterkunden – wobei 14 Vergleichsmusterkunden verglichen werden können. Faktoren wie Qualität, Herkunft, Netzinfrastruktur, volkswirtschaftliche Aspekte, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit spielen im Vergleich keine Rolle. Fakt ist: Gegenüber einem Energieversorgungsunternehmen EVU im Mittelland etwa, das praktisch nur billigen Strom zu Marktpreisen meist aus Atom- und Kohlekraftwerken aus dem In- und Ausland bezieht und weitergibt, haben wir ganz andere Voraussetzungen. Darum sehen wir im reinen Preisvergleich oberflächlich betrachtet immer schlecht aus.

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