Lenk

Nicht so weit wie geplant

LenkIn Verhandlungen und Gesprächen, aber noch nicht so weit wie selber vorgegeben: Lenk-Simmental Tourismus legt erste Ergebnisse nach dem TALK-Nein vor.

Die Mitglieder von Lenk Tourismus (LT) haben am Freitagabend (31.3.2017) wuchtig Nein zu einer Integration in die Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg (TALK) gesagt. Wie geht es nun weiter?

Die Mitglieder von Lenk Tourismus (LT) haben am Freitagabend (31.3.2017) wuchtig Nein zu einer Integration in die Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg (TALK) gesagt. Wie geht es nun weiter? Bild: Markus Hubacher

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Das wuchtige Nein der Mitgliederversammlung von Lenk Tourismus (LT) am 31. März zur ­Integration in die Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg (TALK) hat Spuren hinterlassen. Hier das weitgehende Unverständnis der anderen Destinationsgebiete, die bereits klar zugestimmt hatten.

Da der wenig erfreute Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann, der erneut klare Vorgaben machte, wenn Lenk in den Genuss von rückfliessenden Abgaben aus dem Beherbergungsfonds kommen wolle – was im Alleingang nicht infrage komme.

Dort der Groll der Lenk-Bergbahnen (LBB), die den neuen LT-Vorstand und den später gewählten neuen Verwaltungsrat Lenk-Simmental-Tourismus (LST) aufforderten, seine Kooperationen mit West (Gstaad) und Ost (Adelboden-Kandersteg) in selber ernannten drei Monaten vorzulegen.

Obwohl noch drei Tage bis zu dieser auferlegten Frist fehlen, haben sich gestern Mittag der neue LST-Verwaltungsrat Heinrich Summermatter und Albert Kruker, Direktor LST AG, bereits mit einem ersten Zwischenbericht im Namen von LST gemeldet.

Wer ihn genau durchliest, stellt fest, dass der angestrebte Stand noch nicht erreicht ist. Auch wenn «alle Aufgaben, die eine erfolgreiche Vermarktung der Destination und Betreuung seiner Gäste zum Ziel haben, einer genauen Analyse unterzogen wurden», wie es im Mediencommuniqué heisst.

Darauf soll auch das Konzept basieren. Es sieht vor, dass «die LST für Marketing- und Serviceaufgaben Kooperationen mit ausgewiesenem Synergiepotenzial mit seinen Nachbarn eingeht».

Erfolgreich mit GST

Immerhin wurde «das vorgeschlagene Zusammenarbeitsmodell, welches auch eine Kooperation mit den Bergbahnen ermöglicht, mit dem Ziel einer Win-win-Situation für alle Partner ausgiebig diskutiert».

Die Bilanz nach drei Monaten Arbeit sieht nun so aus, «dass Adelboden und das Kandertal zum jetzigen Zeitpunkt angesichts ihres Entwicklungsstandes noch nicht in der Lage sind, mit LST eine aufgabenorientierte Zusammenarbeit anzugehen». Weitere Verhandlungen seien aber in Aussicht.

«Mit Gstaad-Saanenland Tourismus (GST) verliefen die Gespräche erfolgreich», vermeldet LST. «Es zeichnen sich für beide Seiten aufgabenbezogene Kooperationen im Bereich von Marketing und Services ab. Ein möglicher Kooperationsvertrag liegt im Entwurf vor.» Die Absicht sei, auch mit Adelboden-Kandersteg und weiteren Partnern Verträge abzuschliessen.

Vor Gesprächen mit LBB

Mit den Tourismusbehörden des Kantons fand vergangene Woche eine «konstruktive Sitzung» statt. Und weiter: «Mit den LBB haben bis jetzt noch keine Gespräche stattfinden können. Ein erstes Treffen auf strategischer Ebene ist auf Mitte Juli geplant, damit die LBB-Bedürfnisse in die Überlegungen einfliessen können.» Den Sommer über wird weiter verhandelt, um im Herbst eine tragfähige Lösung vorzu­legen. (Berner Oberländer)

Erstellt: 28.06.2017, 12:42 Uhr

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