Neues Gastrokonzept im Skigebiet

Saanenland

Fast 600'000 Franken hat die Bergbahnen Destination Gstaad AG in ihr neues Gastrokonzept gesteckt. Die grössten Veränderungen erfuhren die Betriebe am Rinderberg-Spitz und am Saanerslochgrat sowie das Restaurant auf La Videmanette.

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Mit den neu renovierten Bergrestaurants unterstreicht die Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG) die Positionierung von Gstaad als Genussskigebiet. Auch der Einkauf wurde neu aufgegleist. «Wir beziehen jetzt sehr viel mehr Produkte – Fleisch, Backwaren und Molkereiprodukte – von lokalen Herstellern», erklärt Fleur Kessels Oberson, Leiterin Gastronomie der BDG AG.

Hüttenzauber neu Pächter

Sowohl das Bergrestaurant Horneggli als auch das auf dem Rinderberg-Spitz stehen unter neuer Führung. Die BDG AG hat die Leitung dieser Häuser in die Hände der Firma Hüttenzauber gegeben. «Vorbei ist jetzt die Zeit von Bierbankromantik auf der Horneggli-Terrasse», sagen Samuel Kappeler von Hüttenzauber und Matthias In-Albon, Geschäftsführer der BDG AG. Das Horneggli hat eine neue Terrassenbestuhlung erhalten, eine neue Bar und innen eine Auffrischung durch Pinselstriche von Malern. Der grosse Umbau erfolgt dann im Frühling 2017.

Nicht mehr wiederzuerkennen ist das Restaurant auf dem Rinderberg-Spitz. Dank Sandbestrahlung und neuem Anstrich wirkt es nun viel heller und freundlicher. 220 000 Franken hat der Umbau gekostet, den Hauptteil macht die total erneuerte Lüftung aus. Neu installiert wurden ein Selfservicebereich mit Speisenausgabe und Bar. Die Terrasse mit transparentem Glaswindschutz ist neu erreichbar durch eine elektrische Schiebetüre und verfügt nun auch über einen Holzbretterboden.

Betriebsleiterin Beatrice Sumi, ihre Schwester Stephanie als Küchenchefin und Bruder Ueli im Background verkörpern die neue Philosophie der Gstaader Berggastronomie: freundlich, gut, authentisch. Auf dem Rinderberg gibt es urchige Kost, am Wochenende Ländlermusik live, aber keine Burger.

Burger in verschiedenen Facetten stehen dafür im Angebot auf dem Saanerslochgrat. Hier fallen die Bruchsteinmauern, der neue Teppich und die Möblierung (aus alten Gerüstbrettern) mit den Schaffellen auf. Das Selbstbedienungskonzept wurde beibehalten, die Ausgabestrasse aber auch neu gestaltet. Aufwand für die BDG rund 150'000 Franken.

Auch die anderen Bergrestaurants der BDG werden neu positioniert: Das Rellerli setzt auf Rösti, auf dem Eggli gibt es für die Gäste eine Karte mit nationalen und internationalen Gerichten, die Wispile setzt auf Käsegerichte.

Videmanette: Alpiner Charme

Auf La Videmanette wurden ebenfalls 150'000 Franken investiert. Bruchsteinwände und rustikale Holzmöbel geben dem bis anhin eher kühl wirkenden Raum alpinen Charme. Auf der Karte finden sich Waadtländer Spezialitäten und andere klassische Gerichte. «Nun haben wir drei Berggasthäuser stilvoll saniert; mit dem Betrag, den wir aufgewendet haben, könnte man ein Pistenfahrzeug kaufen. Aber bei der Gastronomie wollen wir aufholen und besser werden», erläutert Geschäftsführer In-Albon.

Unter der Leitung von Christian Oberson (im Winter ist er gastronomisch tätig) erfolgte mit vielen eigenen Mitarbeitern der Umbau der Gasthäuser und mit Einbezug des lokalen Gewerbes. Topmotiviert warten nun die Angestellten darauf, dass auch Frau Holle ihre Arbeit erledigt, auf dass Erstere möglichst bald Gäste empfangen können. Und die Verantwortlichen der BDG sind gespannt auf das Feedback der Einheimischen und der Gäste.

Berner Oberländer

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