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Neue Interessengemeinschaft gegen Baupläne der BLS

Viele Leissiger sind nicht einverstanden mit den Bauplänen der BLS. Unter anderem müsste die Gemeinde einen Teil ihres Baulandes abtreten. Vertreter von Bevölkerung und Politik gründen heute die IG Leissigen Futura.

Die Regionalzüge der BLS halten noch in Leissigen. Der Verein, der heute gegründet wird, wünscht sich, dass dies auch so bleibt.
Die Regionalzüge der BLS halten noch in Leissigen. Der Verein, der heute gegründet wird, wünscht sich, dass dies auch so bleibt.
Fritz Lehmann

Nichts weniger als die Zukunft nachfolgender Generationen in Leissigen sieht eine Gruppe der einheimischen Bevölkerung gefährdet, sollte die BLS (Bern-Lötschberg-Simplon) ihre Baupläne auf dem Leissiger Gemeindeboden tatsächlich so durchbringen, wie sie es gerne würde.

Dabei geht es im Wesentlichen um drei Teilprojekte. Einerseits die Verbreiterung des Bahntrassees inmitten des Dorfes, um eine 560 Meter lange Kreuzungsstelle ermöglichen zu können, womit Leissigen über 1000 Quadratmeter seines Baulands einbüssen würde und die Anwohner einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt wären.

Andererseits gibt eine neue Abstellanlage im Seebacher beim westlichen Dorfeingang zu reden und eine geplante Begradigung der Kurven, was weitere Quadratmeter Land kostet. Als Sprachrohr der Gruppe, die sich gegen die BLS zur Wehr setzt, hat sich der ehemalige Leissiger Gemeindepräsident Beat Steuri herauskristallisiert. Er wird die Interessengemeinschaft Leissigen Futura präsidieren, einen Verein, der heute Abend im Gemeindehaus gegründet wird.

«Schülertransport ist ein Risiko»

«Wir wollen nicht eine Gruppe von Verhinderern sein», stellt Steuri klar. Sondern es gehe darum, die Projekte der BLS zu optimieren und für die Gemeinde das Bestmögliche herauszuholen – und die Kräfte zu bündeln, um mit der BLS professionell verhandeln zu können.

Vertreter der Gemeinde werden in der IG ebenso tätig sein wie Vertreter der Politik, etwa des Grossen Rates. Die Struktur der Interessen­gemeinschaft sieht eine Projektleitung vor, die gegen Aussen kommunizieren und informieren wird, und eine Begleitgruppe, die Fakten zusammenträgt und somit die Grundlagen für die Standpunkte der IG erarbeitet.

Die Gruppe will nicht nur massive Änderungen der BLS-Bauprojekte erreichen, sondern auch den Grundsatzentscheid, Leissigen vom Bahnverkehr abzutrennen und mit einem Linienbus­betrieb zu versorgen, infrage stellen.

«Insbesondere stellt der Schülertransport nach Interlaken ein grosses Sicherheitsrisiko dar, solange bei der A-8-Zufahrt Därligen-West nichts geschieht», sagt Steuri. Fahrzeuge, die von Därligen nach Interlaken abbiegen, müssen nach wie vor die Gegenfahrbahn kreuzen.

Die IG Leissigen Futura hofft mit ihrem Bestehen auf eine direktere Kommunikation und effizienten Support für die Bevölkerung. Beat Steuri: «Wir werden in der nächsten Zeit ein Flugblatt erstellen und die ganze Bevölkerung einladen, unserem Verein beizutreten.»

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