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Neue Gondeln für die Stockhornbahn

Seit Mittwoch hängt die erste neue Gondel der Stockhornbahn am Seil. Nach einer Testphasen sollen die Gäste in den Kabinen zur Mittelstation fahren können.

Der Kran hebt die 5 Tonnen schwere Kabine bei der Talstation hoch. Vollbesetzt wird sie das Doppelte wiegen.
Der Kran hebt die 5 Tonnen schwere Kabine bei der Talstation hoch. Vollbesetzt wird sie das Doppelte wiegen.
Kerem S. Maurer

Wie von Michael Künzi, Marketingleiter Stockhornbahn AG, angekündigt, war es ein «denkwürdiger Moment», als am Mittwoch kurz nach Mittag die erste der beiden topmodernen Panoramakabinen der Stockhornbahn an der Talstation in Erlenbach ans Seil gehängt wurde. Der Kranführer setzte die rund 5 Tonnen schwere Kabine mit viel Fingerspitzengefühl zentimetergenau auf das Seil. «Die in weisse Schutzfolie eingepackten Kabinen sind das Geburtstagsgeschenk für die Stockhornbahn, welche in diesem Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum feiert», so Alfred C. Schwarz, Geschäftsführer der Stockhornbahn AG, lachend.

Mehr Platz und schneller

Die neuen Gondeln wurden von der Schweizer Firma Garaventa hergestellt und haben ein Fassungsvermögen von 52 Personen. Dies sei wohl weniger als die 60 Personen der bisherigen Kabinen, dafür fahre man mit 8 Meter pro Sekunde etwas schneller, erklärte Schwarz. Dadurch erreiche man die gleiche Fördermenge, wobei die Passagiere in voll besetzter Gondel mehr Ellbogenfreiheit hätten als bisher.

Am Donnerstagmorgen bewegte sich die erste Gondelbahn Richtung Chrindi. Schon auf den ersten Metern wurden insbesondere die Bremsanlagen zahlreichen Tests unterzogen. «Die Bremsen wurden natürlich theoretisch eingestellt, nun müssen sie in der Praxis funktionieren», so Schwarz. Erst wenn die erste Gondel im Chrindi angekommen ist, kann die zweite Gondel an ihrem Platz bei der Talstation ans Seil gehängt werden. Hängen beide ­Kabinen am Seil, ist das System geschlossen, und die intensive Testphase, die sich über rund drei Wochen hinzieht, beginnt.

«Die in weisse Schutzfolie eingepackten Kabinen sind das Geburtstagsgeschenk für die Stockhornbahn.»

Alfred C.?Schwarz Geschäftsführer

«Wir rechnen damit, dass sich unsere Tests und Personalschulungen bis in den April hinein ziehen», führt Schwarz aus und ergänzt, dass ab Mitte April, rund zehn Tage vor Saisonstart, das Bundesamt für Verkehr (BAV) komme, um das ganze System auf Herz und Nieren zu prüfen. Schwarz rechnet damit, dass die Betriebsbewilligung des BAV bis zum 20. April vorliegt, damit die Stockhornbahn am 21. April in die neue Saison starten kann.

Alte Gondel im Museum

Mit den neuen Gondeln wurde ein Meilenstein der 3,5 Millionen teuren Umbauarbeiten der Stockhornbahn AG, die am 8. Januar begonnen haben, erreicht. Der Löwenanteil der Kosten falle für den bahntechnischen Teil mit dem elektromechanischen Antrieb, den Kabinen, der Steuerung und den Überwachungsanlagen an. Die neuen Gondeln sollen eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren haben. Eine der beiden alten Gondeln, die ihren Dienst seit dem 27. Juli 1968 zuverlässig geleistet hatten, soll ins Agen­steinhaus in Erlenbach kommen, wo am 5. Mai die Sonderausstellung «50 Jahre Stockhornbahn» ­beginnt.

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