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Musikalischer Ausklang des Kirchenjahres

In der bis auf den letzten Platz besetzten Schlosskirche beendete die Kantorei Interlaken das Kirchenjahr mit einem besinnlichen Konzert.

In der bis auf den letzten Platz besetzten Schlosskirche beendete die Kantorei Interlaken das Kirchenjahr mit der sechsten Vesper.
In der bis auf den letzten Platz besetzten Schlosskirche beendete die Kantorei Interlaken das Kirchenjahr mit der sechsten Vesper.
Orith Tempelman

Musik am Ewigkeitssonntag ist keine Selbstverständlichkeit und war früher sogar verboten. Dieser auch als Totensonntag bekannte Tag fällt als beweglicher Feiertag immer auf den letzten Sonntag des Kirchenjahres, und evangelische Kirchen in der Schweiz und in Deutschland gedenken an diesem Tag der Verstorbenen. Aus diesem Grund gilt der Ewigkeitssonntag als stiller Feiertag, an dem vielerorts besondere Ruhevorschriften gelten.

In Interlaken ist es allerdings eher Tradition, das Kirchenjahr mit besinnlicher Musik ausklingen zu lassen. Dieses Jahr machten dies die Kantorei Interlaken unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Freitag, zusammen mit zwei Solistinnen der Musikhochschule Mannheim und einem Ad-hoc-Kammerensemble. Das Konzert war gleichzeitig die sechste und letzte diesjährige Vesper.

Die Kantorei Interlaken wurde Ende Oktober letzten Jahres mit circa 30 Sängern und Sängerinnen gegründet und hatte Mitte Dezember ihren ersten Auftritt. Mittlerweile ist sie auf 40 Teilnehmende angewachsen und in mehreren Gottesdiensten aufgetreten. In den wöchentlichen Proben, die von Helmut Freitag und Christine Thöni geleitet werden, wurde immer parallel an Stücken für den Gottesdienst und an einem grösseren Werk gearbeitet.

An Vivaldis Gloria für Soli, Chor und Orchester, das jetzt am Ewigkeitssonntag gesungen wurde, probte der Chor bereits seit Februar. An jedem Detail des Werks war sorgfältig gefeilt ­worden; Dynamik, Aussprache, Rhythmus – alles stimmte, bis auf einen kleinen Wackler im Propter magnam, der aber dank der klaren Zeichengabe des Dirigenten sofort korrigiert werden konnte. Sehr schön waren auch die Soli der beiden Sängerinnen Jieun Jeoung, Sopran, und Andreja Savic, Mezzosopran, sowie des Oboisten Stefan Arni.

Begeistert mitgesungen

Bekannte Choräle von Johann Sebastian Bach wurden ebenfalls sehr gepflegt interpretiert, hätten aber auswendig gesungen einen noch besseren Eindruck hinterlassen. Schliesslich standen noch ein Kyrie und ein Gloria von Christopher Tambling auf dem Programm, und die ganze Zuhörerschaft wurde aufgefordert, mitzusingen – was sie auch mit viel Begeisterung tat.

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