Moderne Arbeitsplätze auf Zeit

Spiez

Am Dienstag wurde im BKW-Gebäude in Spiez der neue Coworking Berner Oberland offiziell eröffnet. Er bietet modern ausgestattete Ar­beitsplätze auf Zeit an.

Freude herrscht bei Markus Binggeli, Susanne Huber und Jürg Grossen (v.?l.) bei der Eröffnung von Coworking Berner Oberland in Spiez.

Freude herrscht bei Markus Binggeli, Susanne Huber und Jürg Grossen (v.?l.) bei der Eröffnung von Coworking Berner Oberland in Spiez.

(Bild: Verena Holzer)

Der Coworking Berner Oberland bietet Kleinunternehmen, Projektteams, digitalen Nomaden oder Homeworkern perfekt ausgestattete Arbeitsplätze an zentraler Lage an.

Es ist das erste Projekt dieser Art im Berner Oberland. In den hellen Räumen stehen zwölf flexibel buchbare Arbeitsplätze zur Verfügung, die den Ansprüchen der modernen, vernetzten Arbeitswelt angepasst sind.

«Hier steht ihnen alles zur Verfügung, was sie brauchen»

Projektleiter Markus Binggeli erklärte an der Eröffnung, dass sich bereits Kleinunternehmer für das neue Angebot interessieren. «Sie finden hier die Ruhe, die sie daheim im Büro oft nicht haben, aber auch die Möglichkeit, sich auszutauschen.

Hier steht ihnen alles zur Verfügung, was sie brauchen: moderne Farblaserdrucker, WLAN, ein separater Telefonarbeitsplatz und ein Service-Point.» Am Dienstag waren Yacine Bouazdia aus Bern und Boris Bäsler aus Interlaken zum ersten Mal am gemieteten Arbeitsplatz.

Beide zeigten sich begeistert von den hellen Räumen und davon, dass man sich mit Berufsleuten aus anderen Sparten zum Diskutieren treffen kann.

Es stehen flexible und fixe Arbeitsplätze zur Verfügung

Federführend am Projekt waren Markus Binggeli und Susanne Huber, die Geschäftsführerin Volkswirtschaft Berner Oberland. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 120'000 Franken. Getragen wurden sie von der Volkswirtschaft Berner Oberland, der neuen Regionalen Politik und verschiedenen Sponsoren.

Die Initianten hoffen auf ein selbsttragendes Geschäft. Die Arbeitsplätze können einen halben Tag für 20 und einen ganzen Tag für 30 Franken gemietet werden. Zudem stehen fixe Arbeitsplätze zur Verfügung. Sie kosten 395 Franken pro Monat.

Auch Sitzungs- oder Retraiteräume mit 4 bis 14 Plätzen und Videokonferenzsystem sind zu mieten. Im Mietpreis ist die Benützung aller elektronischen Einrichtungen wie auch Flipcharts oder Whiteboard eingeschlossen. Wasser und Kaffee stehen ebenfalls zur Verfügung.

«Mehr Intelligenz an dezentraler Stelle ansiedeln»

Nationalrat Jürg Grossen, Präsident der Volkswirtschaft Berner Oberland, erklärte, dass es sich lohne, neue Ideen zu entwickeln. «Die Zeit ist reif, mehr Intelligenz an dezentraler Stelle anzusiedeln.

Für Telefonate und E-Mails müssen wir nicht in die Städte fahren und unnötigen Pendelverkehr produzieren.» Es wäre zudem ein Ansatz zur Lösung der Verkehrsprobleme, die in der Verkehrskommission tagtäglich zur Diskussion stünden, ergänzte Grossen.

Auch Roland Marty, Gebietsmanager Region Berner Oberland, Bereich KMU, findet die Idee von Coworking gut. «Es fördert die Unabhängigkeit und bietet zudem emotionale Begegnungen unter den KMU.»

Priscilla Wolf von Coworking Switzerland erzählte von den Erfolgen des weltweiten Unternehmens. «Im vergangenen Jahr ist es um 30 Prozent gewachsen, das ist mehr als McDonald’s», sagte sie lachend.

Kostenlose Probetage gibt es am 7., 17., und 29. Juni. Anmeldung unter www.coworkingberneroberland.ch.

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