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Gemeinsam für die Jungfrauregion

Eiger, Mönch und Jungfrau als Hausberge für Bern und Zürich? Die SBB und der Kanton Bern arbeiten mit der V-Bahn-Topregion Jungfrau zusammen.

Jungfraubahnen-CEO Urs Kessler, SBB-CEO Andreas Meier, Michel Berchtold, Regionenleiter SBB Mitte, Regierungspräsident Christoph Ammann, Marc Ungerer, Geschäftsführer Jungfrau Region Tourismus, und Daniel Sulzer, Direktor Interlaken Tourismus, ziehen für Zugreisende am gleichen Strick.
Jungfraubahnen-CEO Urs Kessler, SBB-CEO Andreas Meier, Michel Berchtold, Regionenleiter SBB Mitte, Regierungspräsident Christoph Ammann, Marc Ungerer, Geschäftsführer Jungfrau Region Tourismus, und Daniel Sulzer, Direktor Interlaken Tourismus, ziehen für Zugreisende am gleichen Strick.
zvg/SBB

Weil damit zu rechnen ist, dass es nach der Eröffnung des Gesamtprojekts V-Bahn mehr Gäste gibt, haben der Kanton Bern, die Jungfraubahnen, Jungfrau Region Tourismus, Interlaken Tourismus und die SBB eine langfristige Zusammenarbeit beschlossen und diese mit einem Vertrag in der Halle Grindelwald-Terminal besiegelt.

Das Projekt heisst «Destinationsperspektive Jungfrau Region». Jungfraubahnen-CEO Urs Kessler tönte als Marketingidee an, dass die Hausberge von Bern und Zürich nicht mehr Gurten und Uetliberg heissen könnten, sondern Eiger, Mönch und Jungfrau. Er stellt den Zeitgewinn in den Mittelpunkt, der bei einem Bahnbauprojekt ausserordentlich gross ist. Von Bern aus ist man ab nächstem Winter 47 Minuten schneller als bisher auf dem Jungfraujoch.

Die Grösste und die Höchste

Der Berner Regierungspräsident Christoph Ammann sprach von «einem Meilenstein des Bergbahnbaus für die ganze Schweiz». «Die ganze Volkswirtschaft der Region wird profitieren», sagte er.

«Die SBB sind das grösste Bahnunternehmen der Schweiz, die Jungfraubahnen mit dem Jungfraujoch das höchste», sagte SBB-CEO Andreas Meyer. «Wir wollen auf die Zukunft vorbereitet sein. Der ÖV liegt im Trend.» Wer mit der Bahn von Bern nach Interlaken reise, spare immerhin 11,2 Kilo CO2, sagte Michel Berchtold, Regionalleiter SBB Mitte.

Digital gelenkt

Eine Broschüre zeigt erste konkrete Massnahmen, wie die Reise- und Erlebniskette Jungfrauregion optimiert werden soll. Bereits für 2020 sind mit den neuen ICE-4-Zügen mehr Komfort und mehr Sitzplätze von und nach Deutschland vorgesehen. Zudem sollen die digitalen Orientierungshilfen verbessert werden.

«Die Gäste sind heute digital unterwegs», sagte Ammann. Digitale Gästelenkungen, welche Sitzplätze für alle statt Gedränge in Stosszeiten garantieren, sind ein Thema. Es geht um das Wohlbefinden der Bahngäste. Auf dem Terminal Grindelwald können Skiausrüstungen deponiert oder gemietet werden. Flug und Zug können aus einer Hand gekauft werden.

«Die Gäste sind heute digitalunterwegs.»

Christoph Ammann, Regierungspräsident Kanton Bern

Ab 2023 werden Bahnreisende Flughafen Zürich–Interlaken und umgekehrt nicht mehr umsteigen müssen, und später ist ein Halbstundentakt Bern–Interlaken vorgesehen. In Prüfung sind mehr Zugverbindungen bei schönem Wetter, schnelle Verbindungen von und nach Frankreich und ein Umbau des Bahnhofs Interlaken-Ost, der das Umsteigen erleichtert.

Urs Kessler könnte sich vorstellen, die Gleise mit einer Rollbandpasserelle zu verbinden. «Die Destinationsperspektive unterstreicht die Bedeutung des Tourismus für unsere Region und erhört den Komfort für unsere Gäste», sagte Daniel Sulzer, Direktor von Interlaken Tourismus. Und sein Amtskollege Marc Ungerer von Jungfrau Region Tourismus freut sich, dass nicht Partikularinteressen verankert werden, sondern ein Schritt in die Zukunft gemacht wird. Er möchte mit Inno-Tour die Digitalisierung nachhaltig voranbringen, Datenquellen integrierten und fundierte Prognosen erstellen.

Und wer dann halt doch nicht mit dem Zug nach Interlaken anreist, soll in Zukunft eine weitere Möglichkeit haben, auf die Bahn umzusteigen. Auf Gemeindegebiet Matten auf dem Militärflugplatz soll es einen ähnlichen BOB- Perronbahnhof geben wie in Rotenegg in Grindelwald und daneben einen grossen Parkplatz.

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