Mehr Platz in der «Röhre»

Unterseen

Die «Röhre» wird komfortabler: Die Spitäler fmi AG hat einen neuen Magnetresonanz-Tomografen angeschafft. Ein Gerät, das für viele Diagnosen unentbehrlich geworden ist.

Urs Gehrig, Vorsitzender Geschäftsleitung, Roger Berthoud, Leiter ­Radiologie, Stellvertreter Christian Jakob und Christian Roefke, Chef­arzt Radiologie (v.l.).

Urs Gehrig, Vorsitzender Geschäftsleitung, Roger Berthoud, Leiter ­Radiologie, Stellvertreter Christian Jakob und Christian Roefke, Chef­arzt Radiologie (v.l.).

(Bild: Anne-Marie Günter)

Im Jahr 2000 war es am Spital Interlaken noch ein Wagnis, einen Magnetresonanz-Tomografen (MRT) anzuschaffen. 17 Jahre später wurde jetzt das damals gekaufte 1,5-Tesla-Gerät ersetzt; es wird jetzt ausgemustert.

Der rund eine Million Franken teure Ersatz wurde per Kran durchs Dach in den dafür vorgesehenen Raum gehoben; er steht in einem Faradaykäfig aus Kupfer. Der Bau inklusive Zuleitungen kostete rund eine halbe Million Franken.

Das Spital verfügt jetzt über zwei MRT in zwei nebeneinander­liegenden Räumen, was die Betriebsabläufe vereinfacht. Es hat vor vier Jahren bereits ein 3-Tesla-Gerät angeschafft und dafür auf der Westseite des Spitals einen Anbau für zwei MRT rea­lisiert.

2000 befürchtete man noch, dass der MRT nicht ausgelastet sein werde, heute sind es jährlich gut 5000 Bilder, welche die Geräte mithilfe eines starken Magnetfeldes aus dem Körperinnern liefern.

Christian Roefke, Chefarzt Diagnostische Radiologie, zählte an der offiziellen Einweihung reihenweise medizinische und orthopädische Befunde auf, für welche die Magnetresonanz-Tomografie ein unentbehrliches Diagnosemedium geworden ist. Ein Beispiel, bei dem eine schnelle Diagnose über Leben und Tod entscheiden kann, sind Hirnschläge und Hirnblutungen.

Die Mitarbeitenden auf der MRT-Station freuen sich, dass der neue Tomograf für die Patienten mehr Komfort bietet: Die Röhre, in die man hineingeschoben wird, hat einen grösseren Durchmesser bekommen (70 Zentimeter) und ist kürzer als bei den älteren Geräten.

Viel Wert legten die Verantwortlichen auf eine angenehme, grosszügige Raumgestaltung mit leuchtendem Bergsee-Wandbild und Schönwetterwölkchen am blauen Himmel an der Decke.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt