Mehr Patienten behandelt, wichtige Bauten vollendet

Oberland

Die Spitäler fmi AG hat vergangenes Jahr erneut mehr Patienten behandelt als in den Vorjahren. Sowohl auf dem Spitalcampus Interlaken als auch am Spital Frutigen wurden wichtige Neubauten vollendet.

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In den Akutbetrieben der Spitäler fmi AG – den Spitälern Interlaken und Frutigen – wurden im Jahr 2017 zum wiederholten Mal mehr Patienten behandelt als in den Vorjahren. Dies teilt der Verwaltungsrat des Unternehmens mit. Demnach waren es insgesamt 58'673 (2016: 56'893).

Die stationären Austritte lagen mit 10'425 praktisch gleichauf mit dem Vorjahr (10 562), die Anzahl der ambulanten Patientenkontakte sei um 1917 auf den bisherigen Höchstwert von 48'248 (46'331) angestiegen. «Auch 2017 war circa jeder fünfte in den beiden Akutspitälern behandelte Patient ein Feriengast oder ein Tagestourist», schreibt der Verwaltungsrat.

Nach dem Geburtenrekord von 2016 seien in den beiden Akutbetrieben der fmi AG vergangenes Jahr mit insgesamt 593 etwas weniger Babys zur Welt (644) gekommen. Dies entspreche gemessen an der Population im Einzugsgebiet der Oberländer Spitalgruppe dem langjährigen Mittel.

Gesunde Finanzen

«Auch finanziell steht die Spitalgesellschaft gut da», heisst es in der Mitteilung. Der Betriebsertrag lag 2017 bei rund 159 Millionen, der Betriebsaufwand (Personal, Medizinischer Bedarf, Sachaufwand und Abschreibungen) bei rund 156 Millionen Franken. In der Konzern-Erfolgsrechnung wird ein Jahresgewinn von rund 3 Millionen Franken ausgewiesen.

Nach Abzug der Rückstellungen der in der Fallpauschale enthaltenen Investitionsbeiträge verbleibe in der Erfolgsrechnung ein Jahresgewinn von rund 37'000 Franken. «Dank diesem Ergebnis ist es der Spitäler fmi AG weiterhin möglich, nötige Investitionen zu tätigen, die ­Angebotsstruktur weiterzuentwickeln, wettbewerbsfähig und als grösste Arbeitgeberin im Einzugsgebiet attraktiv zu bleiben», so der Verwaltungsrat.

In den Betrieben der Spitäler fmi AG – die Spitäler Interlaken und Frutigen, das Gesundheitszentrum Meiringen sowie die beiden Langzeitinstitutionen Pflegeheim Frutigland und Seniorenpark Weissenau Unterseen – sind heute rund 1350 Mitarbeitende beschäftigt.

Kompetenzen erweitert

Wie Verwaltungsratspräsident Prof. Dr. Robert Zaugg im soeben erschienenen Geschäftsbericht schreibt, hat man im vergangenen Jahr mit der erfolgreichen Integration des Pflegeheims Frutigland und dem für 2018 eingeleiteten Wechsel des Seniorenparks Weissenau Unterseen in die Spitäler fmi AG die Kompetenzen gleich in mehrfacher Weise erweitert.

Der Schaffung von Kompetenzzentren für geriatrische Dienstleistungen komme eine grosse Bedeutung zu, weil im Einzugsgebiet überdurchschnittlich viele ältere Menschen wohnten. Daneben werde ein Schwerpunkt in der effizienten Notfallversorgung für die Bevölkerung und die touristischen Gäste der Region gelegt. Aufgrund des auch hier fortschreitenden Mangels an Hausärzten werde im Frühjahr 2019 am Interlakner Westbahnhof eine Walk-in-Klinik eröffnet.

Diese soll Einheimischen ohne Hausarzt sowie den Besuchern aus aller Welt als medizinische Anlaufstelle dienen und gleichzeitig den Spitalnotfall entlasten. «Zusätzlich», so Zaugg weiter, «ist es uns ein Anliegen, die Hausarztmedizin auch anderweitig zu unterstützen, zum Beispiel mit Praxisbeteiligungen.»

Weitere Bauten stehen an

«Die im Jahr 2012 begonnene umfangreiche Erneuerung und Erweiterung der Spitalgebäude verlief bis anhin programmgemäss», schreibt der Verwaltungsrat. «Am Spital Interlaken in Unterseen konnte letztes Jahr mit der Inbetriebnahme des neuen Alpinen Notfallzentrums mit Helilandeplattform auf dem Dach und der im gleichen Gebäudekomplex integrierten neuen Tagesklinik mit Aufwachraum eine weitere wichtige Bauetappe erfolgreich abgeschlossen werden.

Fast gleichzeitig wurde am Spital Frutigen der in zwei Jahren hochgezogene fünfstöckige Anbau auf der nördlichen Seite des Spitals Frutigen bezogen und mit der technischen Abnahme des Helikopterlandeplatzes auf dem Dach abgeschlossen. Für die noch ausstehenden Neubauten auf dem Spitalcampus Unterseen stehen demnächst die Eingaben bevor.»

Die Generalversammlung der Spitäler fmi AG – Alleinaktionär ist der Kanton Bern, vertreten durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion – stimmte sowohl der handelsrechtlichen Jahresrechnung, der Konzernrechnung nach Swiss GAAP FER als auch der Verwendung des Bilanzergebnisses und dem Geschäftsbericht 2017 zu.

pd

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