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Maurer gewinnt das 9. X-Alps

Christian «Chrigel» Maurer ist in Monaco eingetroffen - als klarer Sieger des 9. X-Alps und zum sechsten Mal in Folge.

Bruno Petroni
Chrigel Maurer steht jubelnd auf der Klippe 700 Meter über Monaco. Er hat es geschafft, und hat zum sechsten Mal das X-Alps gewonnen.
Chrigel Maurer steht jubelnd auf der Klippe 700 Meter über Monaco. Er hat es geschafft, und hat zum sechsten Mal das X-Alps gewonnen.
Roland Mischler
Chrigel Maurer läuft nach 9 Tagen und 3 Stunden im Ziel in Monaco ein.
Chrigel Maurer läuft nach 9 Tagen und 3 Stunden im Ziel in Monaco ein.
Roland Mischler
Chrigel Maurer in seinem Element: In der Luft.
Chrigel Maurer in seinem Element: In der Luft.
Roland Mischler
Chrigel Maurer landet bei seiner allerletzten Landung vor dem Ziel in Castagniers oberhalb von Nizza, 17 Kilometer vor dem Ziel in Monaco mitten in den Häusern.
Chrigel Maurer landet bei seiner allerletzten Landung vor dem Ziel in Castagniers oberhalb von Nizza, 17 Kilometer vor dem Ziel in Monaco mitten in den Häusern.
Roland Mischler
Unrasiert, aber happy: Roland Mischler (rechts), Verkaufsleiter der Advance Thun AG, begleitete Chrigel Maurer spontan auf seinen letzten Kilometern.
Unrasiert, aber happy: Roland Mischler (rechts), Verkaufsleiter der Advance Thun AG, begleitete Chrigel Maurer spontan auf seinen letzten Kilometern.
zvg
Die Hitze ist ihm anzusehen: Chrigel Maurer macht sich für den abschliessenden X-stündigen Marsch in der Sommerhitze parat.
Die Hitze ist ihm anzusehen: Chrigel Maurer macht sich für den abschliessenden X-stündigen Marsch in der Sommerhitze parat.
Roland Mischler
«Gredi ufe»: Marathonmann Thoma Coconea im Aufstieg auf den Niesen, kürzt die Wanderwege ab.
«Gredi ufe»: Marathonmann Thoma Coconea im Aufstieg auf den Niesen, kürzt die Wanderwege ab.
Bruno Petroni
Geschafft: Der Rumäne Toma Coconea erreicht die Bergstation des Niesens. Von hier aus fliegt er danach direkt bis ins Wallis, dem X-Alps Ziel Monaco entgegen.
Geschafft: Der Rumäne Toma Coconea erreicht die Bergstation des Niesens. Von hier aus fliegt er danach direkt bis ins Wallis, dem X-Alps Ziel Monaco entgegen.
Bruno Petroni
Enges, aber leichtes Liegegurtzeug: Toma Coconea ist sehr zufrieden mit seiner Materialwahl.
Enges, aber leichtes Liegegurtzeug: Toma Coconea ist sehr zufrieden mit seiner Materialwahl.
Bruno Petroni
Toma Coconea hebt auf dem Niesen ab zu einem langen Flug.
Toma Coconea hebt auf dem Niesen ab zu einem langen Flug.
Bruno Petroni
Kurz nach dem Start verschwindet Toma Coconea in den Nebelschwaden vor dem Fromberghorn.
Kurz nach dem Start verschwindet Toma Coconea in den Nebelschwaden vor dem Fromberghorn.
Bruno Petroni
Patrick von Känel packt nach seinem Flug vom Eigergletscher zur Grütschalp das Material zusammen.
Patrick von Känel packt nach seinem Flug vom Eigergletscher zur Grütschalp das Material zusammen.
Bruno Petroni
Viel Laufarbeit wie hier im Soustal gab es nicht nur für Patrick von Känel, sondern für alle Protagonisten des laufenden 9. X-Alps.
Viel Laufarbeit wie hier im Soustal gab es nicht nur für Patrick von Känel, sondern für alle Protagonisten des laufenden 9. X-Alps.
Bruno Petroni
Chrigel Maurer im Aufstieg zum Elsighorn.
Chrigel Maurer im Aufstieg zum Elsighorn.
Lukas von Känel
Morgens um 8 Uhr: Chrigel Maurer nähert sich von der Brandegg (Grindelwald) aus der Eigernordwand (Hintergrund), begleitet von zwei Kühen.
Morgens um 8 Uhr: Chrigel Maurer nähert sich von der Brandegg (Grindelwald) aus der Eigernordwand (Hintergrund), begleitet von zwei Kühen.
Bruno Petroni
Alles macht Jagd auf Chrigel. Nicht nur die Franzosen, sondern offenbar auch die Kühe.
Alles macht Jagd auf Chrigel. Nicht nur die Franzosen, sondern offenbar auch die Kühe.
Bruno Petroni
Spontan gewählter Startplatz: Unter dem Rotstock neben dem Eigergletscher macht sich Chrigel Maurer mit paar Begleitern parat für den Talflug Richtung Lauterbrunnental.
Spontan gewählter Startplatz: Unter dem Rotstock neben dem Eigergletscher macht sich Chrigel Maurer mit paar Begleitern parat für den Talflug Richtung Lauterbrunnental.
Bruno Petroni
Big Brother is watching you: X-Alps-Hauptsponsor Red Bull begleitet die Spitzenreiter des Rennens fast rund um die Uhr mit dem Hubschrauber.
Big Brother is watching you: X-Alps-Hauptsponsor Red Bull begleitet die Spitzenreiter des Rennens fast rund um die Uhr mit dem Hubschrauber.
Bruno Petroni
Zaungäste: Auf dem Eigergletscher finden sich einige Fans ein, um Chrigel bei seinem Vorbeizug am Eiger zu beobachten.
Zaungäste: Auf dem Eigergletscher finden sich einige Fans ein, um Chrigel bei seinem Vorbeizug am Eiger zu beobachten.
Bruno Petroni
Abheben zum kurzen Talflug: Chrigel Maurer beim Start neben dem Eigergletscher.
Abheben zum kurzen Talflug: Chrigel Maurer beim Start neben dem Eigergletscher.
Bruno Petroni
Vorsicht Kabel: Gleitschirmpiloten müssen stets mit Argusaugen Drahtseile von Bergbahnen und Stromkabel im Blick haben.
Vorsicht Kabel: Gleitschirmpiloten müssen stets mit Argusaugen Drahtseile von Bergbahnen und Stromkabel im Blick haben.
Bruno Petroni
Knapp über das Fallboden-Staubecken: Chrigel Maurer zieht vom Eiger weiter westwärts.
Knapp über das Fallboden-Staubecken: Chrigel Maurer zieht vom Eiger weiter westwärts.
Bruno Petroni
Dieser Bereich unter der Eigernordwand (roter Punkt) muss von allen X-Alps-Protagonisten passiert werden. Der Eiger-Trail führt dort vorbei, was den Athleten das vorwärtskommen auf einem präparierten Bergweg erleichtert.
Dieser Bereich unter der Eigernordwand (roter Punkt) muss von allen X-Alps-Protagonisten passiert werden. Der Eiger-Trail führt dort vorbei, was den Athleten das vorwärtskommen auf einem präparierten Bergweg erleichtert.
Bruno Petroni
Plötzlich taucht Chrigel Maurer aus den Wolken auf.
Plötzlich taucht Chrigel Maurer aus den Wolken auf.
Bruno Petroni
Chrigel...
Chrigel...
Bruno Petroni
...hat genügend Höhenreserve...
...hat genügend Höhenreserve...
Bruno Petroni
...um das Gletscherplateau...
...um das Gletscherplateau...
Bruno Petroni
...auf dem Titlis anzufliegen.
...auf dem Titlis anzufliegen.
Bruno Petroni
Punktlandung auf dem Gletscherplateau des Titlis.
Punktlandung auf dem Gletscherplateau des Titlis.
Bruno Petroni
Im Hintergrund...
Im Hintergrund...
Bruno Petroni
...sind bereits die aufziehenden Gewitterwolken zu sehen.
...sind bereits die aufziehenden Gewitterwolken zu sehen.
Bruno Petroni
Signatur: Chrigel Maurer unterschreibt...
Signatur: Chrigel Maurer unterschreibt...
Bruno Petroni
...die Kontrolltafel am Wendepunkt auf dem Titlis.
...die Kontrolltafel am Wendepunkt auf dem Titlis.
Bruno Petroni
Endlich mal wieder ein Bier.
Endlich mal wieder ein Bier.
Bruno Petroni
Während des Verpflegens beobachtet Chrigel Maurer die Wetterentwicklung. Im Hintergrund ist das Gadmertal zu sehen, durch welches er als nächstes fliegen will.
Während des Verpflegens beobachtet Chrigel Maurer die Wetterentwicklung. Im Hintergrund ist das Gadmertal zu sehen, durch welches er als nächstes fliegen will.
Bruno Petroni
Chrigel Maurer war auf dem Titlis...
Chrigel Maurer war auf dem Titlis...
Bruno Petroni
...ein gefragter Interviewpartner für die Medien.
...ein gefragter Interviewpartner für die Medien.
Bruno Petroni
Lagebeurteilung: Chrigel nimmt sich am Wendepunkt genügend Zeit zur weiteren Planung. Kann er auch. Sein Vorsprung ist immens.
Lagebeurteilung: Chrigel nimmt sich am Wendepunkt genügend Zeit zur weiteren Planung. Kann er auch. Sein Vorsprung ist immens.
Bruno Petroni
Selfie mit BO-Reporter Bruno Petroni.
Selfie mit BO-Reporter Bruno Petroni.
Bruno Petroni
Gewitterstimmung am Titlis.
Gewitterstimmung am Titlis.
Bruno Petroni
Gewitterstimmung über dem Gental und Melchsee-Frutt.
Gewitterstimmung über dem Gental und Melchsee-Frutt.
Bruno Petroni
Chrigel Maurer bereitet sich auf den Abflug vor.
Chrigel Maurer bereitet sich auf den Abflug vor.
Bruno Petroni
Abflug: Nach dem Gewitter...
Abflug: Nach dem Gewitter...
Bruno Petroni
...hebt Chrigel Maurer Richtung Süden ab
...hebt Chrigel Maurer Richtung Süden ab
Bruno Petroni
Blick zurück zum Titlis.
Blick zurück zum Titlis.
Bruno Petroni
Nun fliegt er der Tällifluh entlang...
Nun fliegt er der Tällifluh entlang...
Bruno Petroni
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Starker Gegenwind und stabile Druckverhältnisse (schlechte Thermik) verhinderten am Montag effizientes Vorwärtskommen der Athleten des 9. X-Alps, des härtesten und längsten Gleitschirm-Biwakrennens der Welt. So wurde nichts aus der für Montagabend erwarteten Zielankunft von Christian «Chrigel» Maurer. Wie die übrigen hundert und mehr Kilometer hinter ihm liegenden Konkurrenten war er entsprechend fast nur zu Fuss unterwegs.

Einen letzten Trumpf spielte Chrigel Maurer aus, indem er seinen Nachtpass einlöste. Dieser erlaubte ihm, ab 22.30 Uhr weiter zu Fuss so weit zu laufen wie ihm beliebt, während die übrigen Konkurrenten Ruhezwang haben. In der Nacht auf Dienstag legte er dann aber nur rund fünf Kilometer zurück und ruhte sich die restliche Zeit aus, um für die verbleibende Distanz in der Hitze vom Dienstag fit genug zu sein.

Einen Grossteil der letzten 36 Kilometer Luftlinie am Dienstagmorgen musste nämlich Maurer wegen der ungünstigen Flugverhältnisse ebenfalls zu Fuss bewältigen, was über die engkurvigen, gewundenen Provinzsträsschen oberhalb von Nizza und Monaco bekanntlich ein endloses Unterfangen darstellt.

Um 14.30 Uhr war es dann so weit: 9 Tage und 3 Stunden nach dem Start auf dem Mozartplatz in Salzburg traf Chrigel Maurer bei seiner 6. Teilnahme zum 6. Mal als X-Alps-Sieger auf dem Plateau Peille, 700 Höhenmeter über der Hafenstadt Monaco ein. Traditionsgemäss wird der Sieger am Dienstagabend nach 19 Uhr von Peille an den Meeresstrand hinunter fliegen dürfen. Dieser "Fotoflug" für die Medien und X-Alps-Organisatoren gehört nicht mehr zum Rennen; die Zeit wird bereits beim Eintreffen in Peille gestoppt.

In den neun Renntagen, die Maurer von Salzburg nach Monaco unterwegs war, hat er für die Luftlinienroute von 1'338 Kilometer eine effektive Distanz von 1'971 Kilometern zurückgelegt. 416 Kilometer davon während 76 Stunden zu Fuss, 1'555 Kilometer während 39 Stunden fliegend. Somit konnte Maurer 80 Prozent der Strecke fliegend hinter sich bringen.

Erfolgreiches Team der Advance Thun AG

Begleitet wurde Maurer auf seinen letzten Rennstunden von den überraschend und spontan nach Südfrankreich gefahrenen drei Mitgliedern der Geschäftsleitung der Advance Thun AG, Simon Campiche, Valéry Chapuis und Roland Mischler. Die Vertreter des Oberländer Gleitschirmherstellers sind erfreut, alle vier Advance-Teampiloten ausnahmslos in den vorderen Rängen des Feldes zu sehen.

Dies sind nebst Maurer auch Patrick von Känel (Frutigen), Aaron Durogati (Italien) und Toma Coconea (Rumänien). Alle vier Athleten flogen während des X-Alps mit dem 3,5 Kilo leichten Gleitschirm "Advance-Modell Omega X-Alps 3", der - nomen est omen - eigens für das X-Alps konstruiert und hergestellt worden ist und sowohl leichtgewichtig ist als auch eine hohe Flugleistung aufweist.

Der grosse Kampf im Mittelfeld

Zum Zeitpunkt von Maurers Eintreffen im Ziel befand sich der Zweitplatzierte Maxime Pinot 98 Kilometer (Luftlinie) vor dem Ziel. 65 Kilometer hinter diesem liegt der Österreicher Paul Guschlbauer, der bei seiner fünften X-Alps-Teilnahme den dritten Rang avisiert. Es wäre das vierte Mal, wo er als Dritter in Monaco ankommen würde. Sein Vorsprung auf Benoît Outters (Frankreich, Zweiter von 2017) schmilz jedoch nach und nach, beträgt momentan gerade mal noch 9 Kilometer.

Weitere 58 Kilometer hinter Outters liefert sich der 24-jährige Patrick von Känel aus Frutigen einen Abnützungskampf um den fünften Platz - und zwar gleich gegen sieben Konkurrenten: Da wäre mal der Belgier Tom De Dorlodot, der zum 7. Mal am X-Alps dabei ist und sich auf dem Sprung zu seinem weitaus besten Resultat befindet (bisheriger bester Rang 10.).

Der Bergführer Gaspard Petiot aus Frankreich, der vor zwei Jahren bis zur Streckenhälfte den Führenden Chrigel Maurer arg bedrängte, dann aber am Comersee bei einer Landung verunfallte und das Rennen aufgeben musste. Weitere Mitstreiter um Patrick von Känel: Der Südtiroler Weltcupsieger Aaron Durogati (zum vierten Mal dabei, bisherige Ränge 7. und 6.), der letztmalige Vierte aus Österreich Simon Oberrauner, der Rumäne Toma Coconea (bisher an allen neun X-Alps am Start und zwei Mal Zweiter) sowie die beiden Deutschen Manuel Nübel und Markus Anders.

All diese acht Athleten stürmen inerhalb eines Radius von nur 23 Kilometern fast geschlossen in Richtung Monaco. Sie passierten am Montagabend den drittletzten Wendepunkt St. Hilarie (Grenoble) und sind unterwegs zum Turnpoint Monte Viso.

Noch drei Tage

Das Rennen läuft noch bis zum Donnerstag. Es kann davon ausgegangen werden, dass mehr als die Hälfte der noch 27 im Rennen befindlichen Athleten in dieser Zeit Monaco erreichen werden.

Zu ihnen wird der dritte Schweizer im Teilnehmerfeld, der Emmentaler Adrian Keller kaum gehören, hat er doch auf Platz 21 liegend am frühen Montagabend den Titlis erreicht, befindet sich jetzt auf dem Weg zum Saanenland und hat somit erst gut die Hälfte der gesamten Renndistanz zurückgelegt.

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Das ist der sechsfache X-Alps-Champion

2006: Als 23-jähriger gewinnt Chrigel Maurer den Gesamtweltcup bereits zum zweiten Mal. Er und seine damalige Partnerin Karin Appenzeller, die bei den Frauen gewann, wurden damals von der Gemeinde Wilderswil, wo sie damals wohnten, festlich empfangen.
2006: Als 23-jähriger gewinnt Chrigel Maurer den Gesamtweltcup bereits zum zweiten Mal. Er und seine damalige Partnerin Karin Appenzeller, die bei den Frauen gewann, wurden damals von der Gemeinde Wilderswil, wo sie damals wohnten, festlich empfangen.
Bruno Petroni
2008: Gescheiterter Weltrekordversuch im 'Infinity Tumbling' (Saltofliegen) in Grindelwald mit Start aus dem Helikopter: Ein Jahr später gelang ihm der Weltrekord von 210 Überschlägen in Österreich.
2008: Gescheiterter Weltrekordversuch im 'Infinity Tumbling' (Saltofliegen) in Grindelwald mit Start aus dem Helikopter: Ein Jahr später gelang ihm der Weltrekord von 210 Überschlägen in Österreich.
Bruno Petroni
2009: Chrigel Maurer bei seinem ersten X-Alps mit Sohn Jonas in der Nähe von Martigny: «Komm Jonas, wir gehen jetzt zusammen nach Monaco.»
2009: Chrigel Maurer bei seinem ersten X-Alps mit Sohn Jonas in der Nähe von Martigny: «Komm Jonas, wir gehen jetzt zusammen nach Monaco.»
Bruno Petroni
2011: Start auf dem Salzburger Hausberg, dem Gaisberg, zu seinem zweiten X-Alps-Sieg: Chrigel Maurer.
2011: Start auf dem Salzburger Hausberg, dem Gaisberg, zu seinem zweiten X-Alps-Sieg: Chrigel Maurer.
Bruno Petroni
2013: Toma Coconea anlässlich der Pressekonferenz in Salzburg im Würgegriff: Chrigel Maurer war 2011 vom Rumänen arg gefordert worden. Dies sollte 2013 nicht wieder passieren.
2013: Toma Coconea anlässlich der Pressekonferenz in Salzburg im Würgegriff: Chrigel Maurer war 2011 vom Rumänen arg gefordert worden. Dies sollte 2013 nicht wieder passieren.
Bruno Petroni
2013: Abheben nach Frankreich: Chrigel Maurer startet vom Wendepunkt Amisbühl (Beatenberg) zu einem ultralangen Flug via Matterhorn bis nach Courmayeur.
2013: Abheben nach Frankreich: Chrigel Maurer startet vom Wendepunkt Amisbühl (Beatenberg) zu einem ultralangen Flug via Matterhorn bis nach Courmayeur.
Bruno Petroni
2013: Der Champagner spritzt auf dem Zielfloss im Mittelmeer: Chrigel Maurer (rechts) und sein Betreuer Thomas Theurillat haben das X-Alps in der Rekordzeit von 6 Tagen und 23 Stunden bewältigt. Es ist Chrigel Maurers dritter Sieg.
2013: Der Champagner spritzt auf dem Zielfloss im Mittelmeer: Chrigel Maurer (rechts) und sein Betreuer Thomas Theurillat haben das X-Alps in der Rekordzeit von 6 Tagen und 23 Stunden bewältigt. Es ist Chrigel Maurers dritter Sieg.
Bruno Petroni
2015: Einlauf im Ziel von Peille, 700 Meter über Monaco im dichten Nebel: Chrigel Maurer gewinnt das X-Alps zum vierten Mal.
2015: Einlauf im Ziel von Peille, 700 Meter über Monaco im dichten Nebel: Chrigel Maurer gewinnt das X-Alps zum vierten Mal.
Bruno Petroni
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Christian Maurer – die Welt kennt ihn schlicht als «Chrigel», ist am 27. Juli 1982 in Adelboden geboren, weshalb er in der Szene auch «Adler von Adelboden» genannt wird. Dies nicht zuletzt deshalb, weil er auch schon mit Adlern gemeinsam geflogen ist. Schon im Alter von fünf Jahren übte Klein-Chrigi am steilen Hang neben dem elterlichen Haus mit einem von Mutter Monika selbst genähten kleinen Gleitschirm (mit Hanfschnüren!) stundenlang und machte so seine ersten Hüpfer. Als Neunjähriger hob er erstmals richtig ab und begann mit 16 Jahren wettkampfmässig mit der Fliegerei. Heute wohnt Maurer in Frutigen. Maurer ist dreifacher Gesamt-Weltcupsieger im Streckenfliegen (2005, 2006, 2007), Europameister 2004 und fünffacher Schweizermeister. Seine weiteren Erfolge: 2004 Europarekord im Streckenflug (323 Kilometer vom Niesen ins österreichische Tösens). 2009 Weltrekord im Infinity Tumbling mit 210 Loopings innerhalb von sechs Minuten. Sechsfacher Sieger des alle zwei Jahre stattfindenden X-Alps (2009, 2011, 2013, 2015, 2017 und 2019). 2014, 2016 und 2018 Sieg am X-Pyr, einem dem X-Alps gleichenden Biwakrennen über 439 Kilometer in den Pyrenäen. 2019 Schweizerrekord FAI-Dreieckskurs über 343 Kilometer Streckenflug.

2018 gründete Chrigel Maurer die X-Alps Academy. Hier werden talentierte junge Gleitschirmpiloten an die grossen Herausforderungen des 1138 Kilometer langen Rennens vorbereitet. Der 24-jährige Frutiger Patrick von Känel, der beim laufenden X-Alps zur Zeit auf dem sechsten Zwischenrang Richtung Monaco zieht, ist einer dieser Nachwuchspiloten.

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