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Märit-Virus wirkt ansteckend

Niemand weiss genau, wie oft der Spiez-Märit schon durchgeführt wurde. Sicher ist seine Beliebtheit, wie der gestrige Grossaufmarsch einmal mehr bewies.

Bei strahlenden Wetter?liess es sich gestern in Spiez gemütlich entlang den Marktständen spazieren.
Bei strahlenden Wetter?liess es sich gestern in Spiez gemütlich entlang den Marktständen spazieren.
Guido Lauper
Nie mehr losgelassen wird das kleine Pferdchen.
Nie mehr losgelassen wird das kleine Pferdchen.
Guido Lauper
Diskutiert?und das Medienprodukt charmant präsentiert wurde am Stand der Berner Oberland Medien AG.
Diskutiert?und das Medienprodukt charmant präsentiert wurde am Stand der Berner Oberland Medien AG.
Guido Lauper
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Dicht an dicht drängten sich die Stände zwischen Lötschbergplatz und Schonegg-Garage, zwischen Terminus und Seestrassenkreisel. 271 an der Zahl, um genau zu sein. Das meldete die stellvertretende Marktchefin der Gemeinde, Natascha Caminada Moser, die nach der grossen Vorarbeit die Stände kontrollierte und sich über das Gesehene zufrieden zeigte.

Für Marktchef Marco Ziswiler war klar, für noch mehr Stände würde der Platz zu eng. Als jedes Jahr neue Herausforderung bezeichnete er die Ausgewogenheit der Angebote. Und dankbar verwies er auf den grossen Einsatz der Leute von Sicherheitsabteilung und Werkhof, «die seit vier Uhr im Einsatz waren, um den reibungslosen Ablauf des Märits erst zu ermöglichen».

So war selbst im dichtesten Gedränge immer ein Durchkommen möglich. Sogar für die Grosseltern, die im Kinderwagen den Nachwuchs durch die Menschenmenge lotsten und vermutlich gleich mit dem Spiez-Märit-Virus infizierten. Und da und dort einem grösseren Sprössling einen Wunsch erfüllten, für den sie im Alltag kein «Musikgehör» hätten.

«Die Leute von Sicherheitsabteilung und Werkhof sind seit vier Uhr im Einsatz, um den ­reibungslosen Ablauf des Märits erst zu ermöglichen.»

Marco Ziswiler, Marktchef

Aber auch Besucher und Marktfahrer im Rollstuhl fanden spielend durchs Gewühl. Nur ­Eilige und Ungeduldige mussten zweimal durchatmen und her­unterfahren. So liess sich der eine oder andere gar entgegen seinen ersten Absichten von Düften und Köstlichkeiten, die in der Regel nur an Herbstmärkten angeboten werden, zum Rasten und Essen und Trinken verführen. Schuld daran waren nicht zuletzt unverhoffte Begegnungen mit Bekannten und Freunden, die man seit Jahrzehnten nicht mehr getroffen hatte.

Zum Stehen­bleiben und In-Erinnerungen-Schwelgen verlockten zudem die nostalgischen Klänge des rund 140-jährigen Laubscher-Rösslispiels auf dem Kronenplatz, das seit vielen Jahren zum Spiez-Märit gehört wie die Reben zum Läset-Sunntig.

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