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Luchs riss erneut Schafe

Auf dem Sigriswilergrat und in der Region Fermel hat der Luchs mehrere Schafe gerissen. Der Verein zum Schutz von Nutztieren verlangt weiterhin den Abschuss des Raubtiers.

Der Luchs hat nach 2017 erneut mehrere Schafe auf dem Sigriswilergrat gerissen (Symbolbild).
Der Luchs hat nach 2017 erneut mehrere Schafe auf dem Sigriswilergrat gerissen (Symbolbild).
Keystone

«Seit mehreren Wochen erhalten wir von besorgten Nutztierhaltern vom Sigriswilergrat und von der Region Fermel Meldungen von Luchsrissen.» Dies schreibt die im April neu gegründete Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren in einer am Donnerstag verschickten Medienmitteilung. Dass der Luchs vermehrt Nutztiere reisse, sei «eigentlich unüblich, da sich der Luchs grundsätzlich von Wildtieren ernährt».

Die Vereinigung geht davon aus, dass dies mit dem Rückgang des Wildbestands in den genannten Regionen zusammenhängt. Bereits 2017 riss der Luchs nachweislich fünf Schafe auf dem Sigriswilergrat. Diesen Sommer seien es nun erneut fünf Schafe, die dem Raubtier zum Opfer fielen. Auf Anfrage bestätigt der für das Gebiet zuständige Wildhüter Bruno Dauwalder die Risse. «Sie sind innerhalb des vergangenen Monats erfolgt», so Dauwalder. Sowohl die Vereinigung als auch der Wildhüter vermuten, dass es sich um denselben Luchs wie 2017 handelt.

(Noch) keine Abschussfreigabe

Weitere Meldungen von Schafrissen durch den Luchs gingen bei der Vereinigung aus dem Eriz, von der Schafgenossenschaft Seftigen sowie aus der Region Fermel (Gemeinde St. Stephan) ein. Aus Sicht der Vereinigung «muss nun endlich gehandelt werden»; sie verlangt den «Abschuss von fehlbaren Luchsen».

Im Juni hatte der bernische Grosse Rat eine SVP-Motion zur Regulierung des Luchsbestands als Postulat überwiesen (wir haben berichtet). Der Entscheid bedeutete indes nicht, dass der Luchs tatsächlich abgeschossen werden darf. Dafür würde es eine Bewilligung des Bundes brauchen. Volkswirtschafsdirektor Christoph Ammann sagte damals, dass eine Abschussbewilligung trotz angespannter Lage im Oberland derzeit «wohl kaum realistisch» sei.

pd/gbs

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