Interlaken

Licht, Farben und Freude

InterlakenMagische Gestalten in bunten Kostümen, eine ­liebevolle Fee und eine traumhafte neue Realität: In Teil I der Herzenshüter-Trilogie «Das unentdeckte Reich» verzauberte das Ensemble von Theater Art 7 das Publikum.

Im «Herzensland» sieht das Mädchen Sophie auch bunte Schmetterlinge.

Im «Herzensland» sieht das Mädchen Sophie auch bunte Schmetterlinge. Bild: Monika Hartig

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Eine dunkle Bühne, das Bühnenbild ganz in Schwarz. Melancholische Zigeunermusik, gespielt von der Liveband Permis-B. Zwei Mädchen, Sophie und Lucie, erzählen einander im Park, was sie bewegt.

So begann am Samstag im voll besetzten Kunsthaus Interlaken das Theaterstück in Hochdeutsch «Das unentdeckte Reich», Teil I der Herzenshüter-Trilogie «Das unentdeckte Reich» von Theater Art 7.

Sophie, ängstlich und besorgt, liess sich von den frechen Jungs in ihrer Klasse einschüchtern. Deren drei tauchten auf und schikanierten die Mädchen. Doch Lucie liess sich nichts gefallen und gab den Jungs schlau und mutig zurück.

Sie triumphierte: «Ich bin anders, nur ein bisschen anders als die ganze Welt.» Etwas ganz Besonderes war auch Lucies Geburtstagsgeschenk für Sophie: Eine selbst gezeichnete Landkarte für «den Weg zur goldenen Bank, zum geheimen Land und zum Herzenstor».

Waldmenschen, als Bäume kostümiert, stellten die goldene Bank auf, von der aus die Mädchen ins unentdeckte Reich aufbrachen. Fantasiegestalten in leuchtend goldfarbenen Mänteln schwenkten Palmwedel und brachten das Herzenstor auf die Bühne.

Sophie öffnete das Tor – und traf eine junge Frau mit Laterne, ihre Herzenshüterin. «Was ist das für ein wunderbares Licht?», fragte das Mädchen. «Das ist dein Herzenslicht, es strahlt nur, wenn du glücklich bist. Dazu musst du Sorge tragen», so die Hüterin.

Magische Szenen, fantasievolle Kostüme und berührende Dialoge: Die Fiktion einer anderen Realität, wie in einem Traum oder einem Märchen, ist Deborah Lanz und ihrem Ensemble wunderbar gelungen. Auch die Musik der Band Permis-B, die Roma- und Klezmermusik aus Südosteuropa an das Stück adaptiert hat, passte perfekt dazu – alles wirkte wie aus einem Guss.

Das Publikum spendete lang anhaltenden Applaus. Die Autorin und Geschäftsführerin von Theater Art 7, Deborah Lanz, bedankte sich: «Das ist eine besondere Ehre und Freude!»

Nächste Aufführungen: Teil II «Im Schatten» (für Erwachsene): 19./20./26./27. Oktober, 9.–11. und 23.–26. November, je 20 Uhr, sowie 11. um 16 und 26. November um 11 Uhr; Teil III «Die Königin» (für Kinder und Erwachsene): 20./21. Dezember 13.30, 16.30 und 19 Uhr, 22./23. und 26.–28. Dezember 16 und 19 Uhr. (Berner Oberländer)

Erstellt: 11.09.2017, 12:38 Uhr

Abo

Die ganze Region. Im Digital-Light Abo.

Die BZ Berner Zeitung digital im Web oder auf dem Smartphone nutzen. Für nur CHF 17.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Bern & so Unsere Tunnel

Foodblog Ein Buch für Bierfreunde

Die Welt in Bildern

Karton auf den Augen: Prinz Charles schaut sich den Schaden, welchen die Septemberstürme auf den karibischen Inseln angerichtet haben, durch die Google Brille an. (18. November 2017)
(Bild: Chris Jackson/Getty Images) Mehr...