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Konzert mit pränatalem Auftritt

Junge Musiker, die schon einige Preise ­gewonnen haben, treten am Vier-Jahreszeiten-Konzert in der Kirche auf. Die Cellistin wird etwas Mühe haben, ihr Instrument zu halten.

Konzertveranstalter und Musiker in Personalunion: Mirjana ­Reinhard und Yuka Oechslin.
Konzertveranstalter und Musiker in Personalunion: Mirjana ­Reinhard und Yuka Oechslin.
zvg

Im Lauf seines Lebens verlor er sein Gehör. Das hinderte ihn aber nicht daran, Musik für die Ewigkeit zu komponieren. Die Rede ist von Ludwig van Beethoven (1770–1827), der mit seiner 5. Sinfonie – ta-ta-ta-taaaaaa! – eines der populärsten Stücke der klassischen Musik geschrieben hat.

Ebendieser Beethoven ist in diesem Jahr Dreh- und Angelpunkt der Vier-Jahreszeiten-Konzerte in der Kirche Blumenstein. Das Ehepaar Mirjana Reinhard (Cello) und Yuka Oechslin (Klavier) bringt mit seinen Gastmusikern an allen vier Konzerten ein Stück des deutschen Komponisten zu Gehör, kombiniert mit einem oder mehreren Werken von anderen Grössen der Klassik.

Inspiriert von Beethoven

Am Sonntag, 26. August, beginnt das Konzert um 17 Uhr mit Beethovens Septett in Es-Dur, op. 20, gefolgt vom Oktett in F-Dur, D 803 von Franz Schubert. Die Kombination dieser beiden Werke ist insofern interessant, als sich Schubert für sein Oktett von Beethovens Septett inspirieren liess, wie Mirjana Reinhard erklärt. Für das Sommerkonzert haben sie und ihr Mann nicht leichte musikalische Kost ausgesucht. «Wir wollen vielmehr verschiedene Werke Beethovens in chronologischer Reihenfolge aufführen», sagt Reinhard weiter. «Das Septett stammt etwa aus der Mitte von Beethovens Schaffen.»

Speziell am Sommerkonzert ist, dass – nach Massstäben der Kammermusik – mit bis zu acht Personen vergleichsweise viele Musikerinnen und Musiker auf der Bühne stehen werden. Zum Beispiel der junge deutsche Geiger Thomas Reif, Preisträger an den Internationalen Mozart-Wettbewerben von Salzburg und Augsburg, der zum ersten Mal in Blumenstein auftritt. «Mehrfach in der mystischen Kirche spielte bereits Hannes Bärtschi, Solobratschist am Sinfonieorchester Basel.»

In Klassikkreisen sehr bekannt sind auch die Bläser des Azahar-Ensembles aus Spanien: Miquel Ramos Salvado (Klarinette), Maria José Garcia Zamora (Fagott) und Antonio Lagares Abeal (Horn). Unterstützt werden sie von Daniel Szomor (Kontrabass).

Besondere Herausforderung

Für Mirjana Reinhard wird das Konzert eine besondere Herausforderung sein. Wenn alles nach Plan geht, wird sie wenige Tage nach dem Konzert zum zweiten Mal Mutter. «Cello zu spielen, wird mit meinem Bauch nicht einfacher!» Schwanger aufzutreten, ist für sie hingegen nichts Neues. Schon das erste Kind von ihr und Yuka Oechslin hatte einen pränatalen Auftritt in Blumenstein.

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