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Kita Obersimmental schreibt schwarze Zahlen

Der Verein Kindertagesstätte Kita Obersimmental schreibt seit zehn Jahren schwarze ­Zahlen. An der Generalversammlung kam es trotzdem zu einer Kontroverse.

Die Kita befindet sich im obersten Stock der Volksschule Zweisimmen und darf die Turnhalle und den Schulhof mitbenützen. In Zweisimmen stehen 12 Betreuungsplätze zur Verfügung.
Die Kita befindet sich im obersten Stock der Volksschule Zweisimmen und darf die Turnhalle und den Schulhof mitbenützen. In Zweisimmen stehen 12 Betreuungsplätze zur Verfügung.
Kerem S. Maurer

Hans-Jörg Pfister präsentierte an der 10. Generalversammlung des Vereins Kindertagesstätte Kita Obersimmental zum zehnten Mal in Folge ein positives Ergebnis. Dies nicht nur in der Vereinsrechnung, sondern auch in der Betriebsrechnung.

Pfister warf einen Blick auf die letzten zehn Jahre zurück und erinnerte, wie sie am 8. März 2008 mit fünf Kindern den Betrieb aufgenommen und gegen das Argument: «Eine Kita brauchen wir hier nicht, das ist eine Institution für Frauen, die ihre Kinder abschieben wollen!», gekämpft hätten. Mit viel Erfolg. Heute zähle der Verein 41 Mitglieder, wobei 2017 neun neue dazugekommen wären und nur «drei oder vier den Austritt gaben».

Hans-Jörg Pfister will in einem Jahr als Vereinspräsident zurücktreten.
Hans-Jörg Pfister will in einem Jahr als Vereinspräsident zurücktreten.

Die Mitgliederbeiträge werden im kommenden Jahr unverändert beibehalten. An den neu insgesamt 22 Plätzen an den Standorten Zweisimmen und Lenk würden derzeit 56 Kinder von 43 Elternpaaren betreut. Die Kita- Leiter in Zweisimmen, Daniel Fankhauser, und Lenk, Myriam Amstutz, sagten, sie seien mit der jeweiligen Auslastung sehr zufrieden.

Pfister betonte die Wichtigkeit einer solchen Institution für das Obersimmental. Denn wenn eine junge Familie einen Umzug ins Obersimmental erwäge, sei eine der ersten Fragen, ob es hier eine Kita gebe. Dies zeige auch, dass der Gemeindebeitrag an den Betrieb der Kita eine gute Investition sei.

Kompensationsstopp sorgt für Unmut

Hans-Jörg Pfister kündigte ein Schreiben an, welches im April den Eltern und Mitgliedern zugesandt werden soll. Der Wortlaut sei noch nicht ganz klar, aber es gehe darum, dass sogenannte Kompensationstage nicht mehr bewilligt würden. Dies sorgte bei den mehrheitlich weiblichen Anwesenden für Unmut. Es brauche eine gewisse Flexibilität vonseiten der Kita, forderte eine junge Mutter, die ihre beiden Töchter regelmässig in die Kita bringt. Ihr Arbeitgeber verlange, dass sie an Sitzungen, Weiterbildungen und so weiter teilnehme, was dazu führe, dass sie zwei- oder dreimal im Jahr auf Kompensationstage angewiesen sei. Ein gewisser Spielraum sei unabdingbar.

Sie erntete aus den Reihen der Eltern Zustimmung. Pfister konterte, wenn das alle machen wollten, sei dies vom Personalmanagement her nicht mehr zu bewältigen und generiere enorme Kosten. «Dann garantiere ich Ihnen hier und heute, dass wir in Zukunft rote Zahlen schreiben!», so Pfister. Doch er gab zu, dass Kompensationen in ausdrücklichen Notfällen auch in Zukunft möglich sein sollten.

Da driften die Bedürfnisse vonseiten des Kita-Vorstandes und der Eltern auseinander. Noch müsse am genauen Inhalt dieses Briefes gearbeitet werden, so Pfister, der am Ende der Veranstaltung erneut seinen Rücktritt in einem Jahr ankündigte.

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