Kiesabbau: Anwohner kämpfen um jeden Meter

Wimmis

Die Erweiterung des Kiesabbaugebietes Steinigand in Wimmis steht vor der Realisierung. Im Gebiet Au sollen ab 2022 weitere rund 2 Millionen Kubikmeter Kies abgebaut werden. Doch die Anwohner wehren sich gegen die Grube quasi vor der Haustür.

Auf dem Gebiet entlang des Aubächli sollen 2 Millionen Kubikmeter Kies abgebaut werden. Die Bauprofile markieren den Verlauf der geplanten Lärmschutzwand. Links ist eines der betroffenen Häuser an der Rütenestrasse zu sehen.

Auf dem Gebiet entlang des Aubächli sollen 2 Millionen Kubikmeter Kies abgebaut werden. Die Bauprofile markieren den Verlauf der geplanten Lärmschutzwand. Links ist eines der betroffenen Häuser an der Rütenestrasse zu sehen.

(Bild: Claudius Jezella)

Etwas verloren, ja harmlos wirken die dünnen Profilstangen auf der grossen Wiese an der Rütenestrasse. Der Waldrand am anderen Ende der Wiese, aus dem sich in der Dämmerung Rehe und Füchse heraustrauen, und die Kander dahinter sind weit weg.

Doch die unscheinbaren Holzlatten kündigen eine massive Verwandlung der Landschaft an: In 4 Jahren will die Vigier Beton Berner Oberland hier mit dem Abbau von insgesamt 2 Millionen Kubikmetern Kies über einen Zeitraum von 30 Jahren beginnen. Die Wiese wird nach und nach einem rund 20 Meter tiefen Loch weichen. Die Bauprofile deuten die 3,50 Meter hohe Wand an, die als Schallschutz für die Anwohner aufgestellt werden soll, und zeigen, wie nah die Abbaugrube an die fünf Häuser an der Strasse heranreichen wird.

Berner Oberländer

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