Keine Konzessionen im Spitalstreit

Zweisimmen

Auf die Petition zur medizinischen Grundversorgung hat die Regierung geantwortet. Man suche nach einer langfristigen Lösung, heisst es unter anderem.

Wie geht es weiter mit dem Spital Zweisimmen?

Wie geht es weiter mit dem Spital Zweisimmen?

(Bild: Bruno Petroni)

Der Standort Zweisimmen soll nicht mehr hinterfragt, das Angebot soll an die Bedürfnisse von Einheimischen und Gästen ausgerichtet werden. Das forderten 8349 Unterzeichnende mit einer Petition, die am 21. Juni eingereicht wurde. Weiter wurde in der Petition ausgeführt, dass die Spitalversorgung in der Region Simmental-Saanenland mit dem Spitalstandort in Zweisimmen langfristig gesichert werden solle und es dazu einer schnellen Lösung bezüglich des weiteren Vorgehens in der Spitalfrage bedürfe.

Zweiter Termin im September

In der Antwort heisst es nun, der Gesundheits- und Fürsorgedirektor habe eine Arbeitsgruppe eingesetzt und damit beauftragt, verschiedene Analysen durchzuführen, Optionen zu überprüfen und eine Lösung auszuarbeiten, die umgesetzt werden soll. Im Juni wurden erste Ergebnisse präsentiert (wir haben berichtet), eine zweite Veranstaltung findet am 15. September statt.

Die Bereitstellung eines strikt kostendeckenden Angebots stehe dabei nicht im Zentrum, sondern die Suche nach einer langfristigen Lösung für die ganze Region. Der Regierungsrat komme der eingereichten Petition in dem Sinne nach, als er die Grundversorgung in der Region sichern und dabei die Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigen wolle.

Hingegen kann der Regierungsrat der Forderung nach dem Erhalt einer ­bestimmten Struktur nicht nachkommen. Die Arbeitsgruppe berücksichtige bei der Suche nach einer Lösung die Anliegen der ­Region. Die zunehmende Ambulantisierung der Medizin werde weiter gefördert durch eine Bundesliste, die 2019 in Kraft treten werde und festlege, dass bestimmte Eingriffe ambulant durchzuführen seien, heisst es weiter.

Das habe «schwerwiegende Konsequenzen» für Spitäler. Ertragseinbussen seien zu verkraften, Prozesse, Personal und Infrastruktur müssten angepasst werden. Auch bei den Tarifen drohten Ertragseinbussen.

fl

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