Kampf gegen die Abwanderung

Adelboden

Ein Antrag eines Stimmbürgers gab den Ausschlag, dass der Gemeinderat die Zukunft gestalten soll. Dazu wurde die Bevölkerung befragt.

Trügt die Idylle - ist es in Adelboden wirklich nicht (mehr) lebenswert?

Trügt die Idylle - ist es in Adelboden wirklich nicht (mehr) lebenswert?

Zur Erinnerung: An der Gemeindeversammlung vom 24. November 2017 stellte Hans Pieren-Santschi den Antrag, dass «unter der Führung der Gemeinde eine Projektgruppe ins Leben gerufen werden soll, welche sich damit befasst, wie die Gemeinde Adelboden die Abwanderung aufhalten kann und weiter vorwärtskommt».

In dieser Gruppe sollten verschiedene Interessenvertreter vom Dorf mitwirken, und wichtig sei, dass relativ schnell eine Lösung auf dem Tisch liege. Der Gemeinderat reagierte schnell und nahm das Konzept in die Hand.

An der Sitzung vom 20. Februar 2018 wurde die Thematik eingehend besprochen und beschlossen, dass das Anliegen anlässlich des neu formierten «Alpina-Höcks» angegangen werden soll. Die daran beteiligten Interessenvertreter der Gemeinde haben diesen Vorschlag am 16. April 2018 gutgeheissen. Am 15. Oktober 2018 fand hierzu ein Workshop statt.

Separate Arbeitsgruppe

Für das Anliegen «Stopp der Abwanderung» sowie «Wie kann Adelboden vorwärtskommen?» hat der Gemeinderat am 8. Januar 2019 eine separate Arbeitsgruppe mit Einheimischen und Auswärtigen eingesetzt. Diese hat mittlerweile die Arbeit aufgenommen und den Auftrag, dem Gemeinderat nach einem halben Jahr einen Zwischenbericht und per Ende 2019 einen Bericht über die Abklärungen vorzulegen.

Zu präzisieren ist, dass laut Gemeindeversammlungsprotokoll Hans Pieren seinen Antrag nur auf die Abwanderung von jungen Leuten bezog. Seine Eingabe wurde damals mit einem hohen Anteil von Ja-Stimmen angenommen.

Da das Problem schon lange erkannt war, dehnte der Gemeinderat seinen Kreis auf die ganze Bevölkerung aus. Gewisse Probleme sind schon seit längerem bekannt und haben ihren Ursprung in der vorhandenen In-frastruktur eines Bergdorfes, welche mit grösseren Gemeinden und Städten nicht Schritt halten kann.

Umfrage durchgeführt

Doch um die wahren Gründe kennen zu lernen, hat die Arbeitsgruppe, die sich konstituiert hat, zum Thema «Stopp Abwanderung in Adelboden» eine Umfrage bei sämtlichen Personen, die einen Bezug zu Adelboden haben, durchgeführt.

Damit will die Gruppe herausfinden, was für Gründe vorliegen, wieso Adelboden als Wohnort gewählt, aber auch verlassen werde. Nach der Eingabefrist, die am 28. April endete, hat nun die Arbeitsgruppe nach eigenen Aussagen «bessere Grundlagen für ihr weiteres Vorgehen».

«Es ist geplant, dass wir im Anschluss an die gemachte Auswertung erste Erkenntnisse sowie allfällige Schlüsse zuerst dem Gemeinderat sowie anschliessend der Öffentlichkeit präsentieren können», erklärt ein Vertreter der Arbeitsgruppe.

Berner Oberländer

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