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Jugendschutz-Gesetze gelten auch am Vereinsfest

Beim Verkauf von Alkohol müssen sich nicht nur Handel und Gastgewerbe an die Gesetze zum Jugendschutz halten, sondern auch Festwirtschaften.

Kein Alkohol, auch kein Bier für Jugendliche unter 16 Jahren (Symbolbild/Keystone)
Kein Alkohol, auch kein Bier für Jugendliche unter 16 Jahren (Symbolbild/Keystone)

Jugendlichen unter 16 Jahren darf man keine alkoholischen ­Getränke verkaufen, und für «gebrannte Wasser» gilt die Altersgrenze 18: Diese Jugendschutzbestimmungen wurden in der Schweiz seit den 1980er-Jahren eingeführt.

«Und sie wirken», sagte die Unterseener Gemeinderätin Verena Roder in der Begrüssung zur Schulung vom Donnerstag im Gemeindesaal. Besonders seit es auf dem Bödeli regelmässige Schulungen und Kontrollen mit Testkäufen gibt, sinkt der ­Anteil der Jugendlichen, die nach übermässigem Alkoholkonsum auf der Notfallstation landen.

Klare Regeln

Die Freiwilligen, die für ihre Vereine die Schulung in Unterseen besuchten, wollten vor allem wissen, wie sie den Jugendschutz bei einer Festwirtschaft konkret umsetzen sollen. Von Karin Wittwer von der Berner Gesundheit und Barbara Sterchi-Nyffen­egger, Präventionsfachfrau der Kantonspolizei, bekamen sie Tipps sowohl zur Organisation als auch zum Verhalten.

Erste Regel: Alkohol darf nur an Jugendliche verkauft werden, wenn sie mit einem amtlichen Ausweis mit Foto belegen können, dass sie alt genug sind. «Die Jugendlichen wissen das und akzeptieren es meist problemlos», sagte Barbara Sterchi.

Für den Fall, dass es Probleme gibt, sollten die Helfer an der Bar oder im Service wissen, wen sie zur Unterstützung holen können. «Setzt auch keine Jugendlichen unter 18 Jahren im Service, an Theken mit Alkoholverkauf und bei der Eintrittskontrolle ein», sagte Wittwer.

Kein Verkaufszwang

Details, in denen bekanntlich der Teufel sitzt, stiessen an der Schulung auf besonderes Interesse. Dazu gehört, dass alkoholische Getränke klar getrennt von den alkoholfreien angeboten werden müssen. Manchmal geht es auch um Ermessensfragen. Das gilt etwa bei den Bestimmungen, dass Alkohol nicht an Betrunkene verkauft werden darf und dass niemand ausser den Eltern Alkohol ungeachtet der Altersgrenzen an ihre Kinder weitergeben darf.

Und auch Eltern dürfen ihren Kindern nicht Alkohol im Übermass geben. Die Fachleute rieten den Freiwilligen, im Zweifelsfall auf den Verkauf von Alkohol zu verzichten. «Niemand kann euch zwingen, Alkohol zu verkaufen.»

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