Jetzt wurde auch noch die zweite Hürde genommen

Adelboden

Die Mitglieder des Vereins Adelboden Tourismus entschieden sich für die Talk AG und ernannten einen neuen Präsidenten.

Sie wurden an der Versammlung gewählt: Andreas Gasser (links) als neuer Präsident auf Zeit sowie Markus Gempeler, Gemeindeobmann, als neues Vorstandsmitglied.

Sie wurden an der Versammlung gewählt: Andreas Gasser (links) als neuer Präsident auf Zeit sowie Markus Gempeler, Gemeindeobmann, als neues Vorstandsmitglied.

(Bild: Herbert Kobi)

Nur schon die Anzahl von 76 stimmberechtigten Mitglieder zeugte von der Brisanz der 113. ordentlichen Hauptversammlung von Adelboden Tourismus (AT), die im Hotel Alpina stattfand. Nebst den normalen Traktanden standen wichtige Neuwahlen wie auch die Fassung eines Grundsatzentscheides zur Destinationsverdichtung zur Debatte.

Alle Anträge des Vorstandes wurden einstimmig genehmigt. Darunter fielen die mit einem Defizit endende Jahresrechnung 2014/2015 und das Budget 2015/2016. Es wurde beschlossen, ab 2017 den Abschluss per Ende Jahr vorzunehmen. Grund dazu gab das Kurtaxeninkasso über die Gemeinde, deren Rechnung ganzjährig abläuft.

Gasser neuer Präsident

Die zwei Wahlgeschäfte verliefen ohne Diskussion. Als Gemeindevertreter im Vorstand wurde für den zurückgetretenen Christoph Burn Obmann Markus Gempeler bestimmt. Für den krankheitshalber abwesenden Donald Wick wurde Andreas Gasser zum Präsidenten ernannt. Dieser wird, nach eigenen Worten, das Präsidialamt nur ein Jahr lang innehaben. «Für mich ist es wichtig, bis zur Bildung des Verwaltungsrates der Talk AG das Amt neutral und kontinuierlich weiter zu ­leiten.»

Verdichtung wird unterstützt

Im Gegensatz zur Lenk gab es statt Diskussionen nur Lobesworte für die geplante Destina­tionsverdichtung Adelboden-Lenk-Kandersteg, wofür Roland Berger, VR-Präsident Lenk-Simmental Tourismus AG, vehement plädierte. «Innerhalb der Arbeitsgruppe wollen wir nach Annahme der ersten Fassung die Detailkonzepte ausarbeiten. Über das Gesamtpaket soll im September an einer ausser­ordentlichen Versammlung endgültig abgestimmt werden», erklärte er. Und das Ziel? «Wir wollen in die Top Ten der Destinationen in der Schweiz kommen.» Die Talk AG sei keine Marke, sondern ein juristisches Gefäss. «Träger werden die Tourismusvereine sein, und der Verwaltungsrat soll aus fünf bis sieben Personen bestehen.» Als Standort der AG habe man sich auf Frutigen geeinigt.

Kein Wunder, dass die Versammlung die vier Anträge unterstützte, was heisst, dass der Destinationsverdichtung im geplanten Perimeter nachgekommen und der rechtlichen Umsetzung zugestimmt wurde. Zusätzlich wurde der Vorstand von AT beauftragt, sich im Rahmen der Begleitgruppe bei der Klärung der noch offenen Fragen und der Konsolidierung des Detailkonzeptes einzubringen. Und schliesslich erklärte sich die Mitgliederversammlung bereit, an einer ausserordentlichen Versammlung im September 2016 über das Detailkonzept zur Umsetzung der Destinationsverdichtung zu entscheiden.

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