Ja zu Kaufvertrag für Liegenschaft

Unterseen

Einstimmig genehmigten die Stimmbürger von Unterseen an der Gemeindeversammlung die Jahresrechnung 2018 und sagten auch Ja zu einem Liegenschaftskauf.

Ist seit 1. Juni neu im Gemeinderat: Hans Ulrich Vögeli.

Ist seit 1. Juni neu im Gemeinderat: Hans Ulrich Vögeli.

(Bild: Monika Hartig)

«Wir haben überall ein Plus erwirtschaftet», erklärte Stefan Zurbuchen, Finanzverantwortlicher von Unterseen, an der Gemeindeversammlung vom Montagabend. Die Jahresrechnung 2018 basiert auf der Steueranlage von 1,78 Einheiten und schliesst äusserst positiv mit einem Ertragsüberschuss im Gesamthaushalt von 4,7 Millionen Franken ab. Im allgemeinen Haushalt resultiert ein Ertragsüberschuss von 4,4 Millionen Franken. Trotz Gebührensenkungen konnten bei den Spezialfinanzierungen Ertragsüberschüsse von 83000 Franken (Abwasserentsorgung) und 152000 Franken (Abfallentsorgung) erwirtschaftet werden.

Neu beträgt das Eigenkapital 7,8 Millionen Franken (2017: 3,4 Millionen Franken). Zurbuchen informierte auch über die Nachkredite in der Höhe von 7,9 Millionen Franken. Einstimmig und diskussionslos genehmigten die 75 Stimmberechtigten die Jahresrechnung 2018. Engagiert diskutiert wurde der Liegenschaftskauf Beatenbergstrasse 10 und 12, Parzelle Nr. 649, sowie die Bewilligung des Verpflichtungskredits von 855000 Franken. Gemäss Stefan Zurbuchen beträgt der Quadratmeterpreis 1000 Franken.

Die Gemeinde will die Gebäude abbrechen und temporäre Auto- und Veloparkplätze erstellen. Gemeindepräsident Jürgen Ritschard sagte: «Zu einem späteren Zeitpunkt soll auf dem zentrumsnahen Grundstück möglicherweise ein neues Dienstleistungszentrum mit unterirdischen Parkplätzen entstehen.» Zahlreiche Voten gab es zur Parkplatzsituation für Autos und Velos. Beispielsweise sagte Peter Bhend: «Diese Diskussion läuft falsch. Vergesst die Parkplätze! Der Kauf ist eine einmalige Chance und eine Investition in die Zukunft von Unterseen.» Werner Feuz fand: «Tausend Franken pro Quadratmeter ist nicht so teuer. Die Gemeinde hat nicht viel Grund und Boden. Was wollt ihr sonst mit dem Geld aus dem guten Jahresergebnis machen?»

Bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen sagte die grosse Mehrheit der Stimmberechtigten Ja zu Kaufvertrag und Verpflichtungskredit. An der neuen Gefahrenkarte Hochwasser der Gemeinde Unterseen haben sechs Ingenieurbüros mitgearbeitet.

Anhand dieser Karte sollen die Nutzungsplanung und der Zonenplan Naturgefahren der Gemeinde Unterseen angepasst werden. Diplomingenieur Rolf Künzi von der Berner Firma Flussbau AG: «Seit dem Hochwasser 2005 hat sich die Gefahrensituation in der Region verändert. Es wurden diverse Hochwasserschutzmassnahmen, so etwa an Lütschine und Saxetbach, realisiert.»

Analyse erarbeitet

Künzi sprach über die aktuellen Wassergefahren wie etwa Überflutung, Ufererosion, Übermurung oder Übersarung. Man hat eine Situationsanalyse erarbeitet, allfällige Schwachstellen analysiert und Szenarien definiert, die mit geringer, mittlerer oder hoher Wahrscheinlichkeit eintreten könnten. Auch die Intensität der Gefahren wurde definiert. Künzi: «Die Schwellenkorporationen Unterseen und Bödeli Süd planen mit dem Kanton entsprechende Massnahmen. So wurde etwa in der Herreney ein Hochwasserschutzprojekt realisiert.» Die Gefahrenkarte werde auf dem Geoportal des Kantons Bern aufgeschaltet, informierte Diplomingenieur Künzi.

Erstmals in seiner Funktion als neuer Gemeinderat war Hans Ulrich Vögeli an der Versammlung anwesend.

Berner Oberländer

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